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Handel: Bald Baubeginn an der Glacis-Galerie

Handel

Bald Baubeginn an der Glacis-Galerie

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    Oberbürgermeister Gerold Noerenberg (links) hat gestern vor der enthüllten Bautafel auf dem Grundstück an der Bahnhofstraße die 1000 Seiten dicke Baugenehmigung an Procom-Geschäftsführer Dennis Barth übergeben. Damit kann mit dem Bau der 130 Millionen teuren Glacis-Galerie begonnen werden.
    Oberbürgermeister Gerold Noerenberg (links) hat gestern vor der enthüllten Bautafel auf dem Grundstück an der Bahnhofstraße die 1000 Seiten dicke Baugenehmigung an Procom-Geschäftsführer Dennis Barth übergeben. Damit kann mit dem Bau der 130 Millionen teuren Glacis-Galerie begonnen werden. Foto: Alexander Kaya

    Neu-Ulm Jetzt dürften auch die letzten Zweifler überzeugt sein: Die Glacis-Galerie in Neu-Ulm wird gebaut. Gestern hat Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg die rund 1000 Seiten starken Ordner mit der Baugenehmigung an Procom-Geschäftsführer Dennis Barth übergeben und gleichzeitig die Bautafel für das Vorhaben enthüllt. Mit dem Bau des 130 Millionen Euro teuren Einkauftempels wird in sechs Wochen begonnen. Das Gelände wird dann nahezu zwei Jahre lang zur Baustelle.

    Es gab Zeiten, da hatten viele nicht mehr daran geglaubt, dass dieses ehrgeizige Projekt in Neu-Ulms Stadtmitte verwirklicht werden würde. Viel zu lange hatten sich die Gespräche hingezogen, viel zu lange passierte auf dem gigantischen Areal an der Bahnhofstraße nichts. Vor sechs Jahren hatten die Gespräche zwischen der Hamburger Unternehmensgruppe Procom und der Neu-Ulmer Stadtspitze begonnen. Ins Stocke geraten waren die Pläne, weil sich in Zeiten der Wirtschaftskrise zu wenige Mieter für die große Mall fanden und weil der als Ankermieter auserwählte Elektronikmarkt „Saturn“ seine Zelte lieber in der Nachbarstadt Senden aufschlug. Nun aber scheint die Vermarktung zu klappen. 80 Prozent der 24800 Quadratmeter Verkaufsfläche sind nach den Worten von Procom-Manager Barth inzwischen fest vermietet an bekannte Firmen wie Mediamarkt, C&A, K und L Ruppert und Rewe, um nur einige zu nennen.

    Procom hat sich für den Standort in Neu-Ulm entschlossen, weil die Region als eine der wirtschaftsstärksten in Deutschland gilt. Dennis Barth bezeichnete auch das Grundstück als „äußerst attraktiv“ und die Anbindung an das Schienennetz durch den unmittelbar daneben gelegenen Bahnhof als „super“ und einen „nicht zu unterschätzenden Vorteil“.

    Die Bahnhofstraße wird ertüchtigt

    Die Stadt Neu-Ulm wird im nächsten Jahr die Bahnhofsstraße ausbauen und „ertüchtigen“. Ein Kreisverkehr an der Kreuzung zur Hermann-Köhl-Straße soll die Erreichbarkeit der Galerie verbessern.

    In der gestern übergebenen Baugenehmigung ist unter anderem eine Vielzahl von Gutachten zum Brandschutz, zum Lärmschutz, zum Verkehrsaufkommen und zum Nachbarschaftsschutz enthalten. Ob die Anlieger auf der nördlichen Seite der Bahnhofstraße ihre Interessen dort wiederfinden, ist fraglich. Mehrere Hauseigentümer hatten schon in der Vergangenheit gegen die Höhe der Glacis-Galerie protestiert, weil das Gebäude ihnen das Sonnenlicht nehme. Nicht ausgeschlossen ist, dass diese Anlieger nun gerichtlich gegen das Bauvorhaben vorgehen werden. Oberbürgermeister Gerold Noerenberg sieht dem gelassen entgegen und geht davon aus, dass etwaige Einsprüche und/oder Klagen den Bau der Glacis-Galerie nicht verzögern werden.

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