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Attenhofen: Bürger fordern weiteren Schutz vor Hochwasser  

Attenhofen

Bürger fordern weiteren Schutz vor Hochwasser  

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    Ein Blick von der Anhöhe im Osten Attenhofens: Bei starken Regenfällen fließen Sturzbäche in Richtung Ort. Deshalb wurden zuletzt einige Feldwege erhöht – die Wälle sollen das Wasser abhalten. Bürger fordern weitere Maßnahmen. 
    Ein Blick von der Anhöhe im Osten Attenhofens: Bei starken Regenfällen fließen Sturzbäche in Richtung Ort. Deshalb wurden zuletzt einige Feldwege erhöht – die Wälle sollen das Wasser abhalten. Bürger fordern weitere Maßnahmen.  Foto: Brücken

    Von Jens Carsten

    Attenhofen Mal steigt es aus den Kanälen herauf in die Keller, dann prasselt es aus den Wolken herab und rauscht vom Hügel in Sturzbächen in den Ort: Mit dem Wasser haben viele Attenhofener ihre liebe Mühe. Dies wurde in einer Bürgerversammlung deutlich, zu der rund 70 Anwohner gekommen waren. Zwar lobten die Bürger die jüngsten Errungenschaften im Hochwasserschutz, verlangten aber weitere Ausbauten, um den Weißenhorner Ortsteil zusichern. Weitere Themen waren Raser und rissige Straßendecken. Hier ein Überblick.

    Spielplatz: Eine Bürgerin beklagte den Abbau einer sogenannten Vogelnestschaukel auf dem Spielplatz. Das Gerät sei zwar durch einen Reifen ersetzt worden. Doch der berge ein höheres Verletzungsrisiko und sei für die Kinder nicht so attraktiv wie die Nestschaukel. Bürgermeister Dr. Wolfgang Fendt antwortete, laut Bauamt sei die Schaukel kaputt gegangen und deshalb kürzlich ersetzt worden. Das neue Spielgerät erneut auszutauschen würde rund 5000 Euro kosten.

    Verkehr: Ein Anwohner beklagte sich über Raser in der Lettenstraße: Mitunter seien Autofahrer in der Tempo-30-Zone bis zu 70 Stundenkilometer schnell. Der Bürger regte an, die Aufschrift „30“ auf der Fahrbahn aufzubringen. Fendt entgegnete, die Polizei habe geraten, zuerst ein mobiles Messgerät aufzustellen: Dies sensibilisiere die Fahrer für ihre Geschwindigkeit. Fendt vermutete, vor allem Anlieger seien zu schnell unterwegs: „So viel Durchgangsverkehr gibt es da nicht.“ Seine Empfehlung: „Jeder sollte sich etwas zurücknehmen.“ Dies gelte auch für die Lastwagenfahrer, die nach den Angaben eines Anwohner stets durch die Ottilienstraße rasten. Fendt: „Dafür habe ich kein Verständnis.“ Polizisten sollen die Strecke nun begutachten.

    Hochwasser: Befestigte Wege, erhöhte Kreuzungen und ein Auffangbecken in der Schießener Straße – zuletzt wurde viel getan, um Attenhofen bei Regenfällen gegen Sturzbäche vom östlichen Hang zu schützen, lobte ein Bürger. Weitere Maßnahmen seien aber notwendig: So sollte ein ehemaliger Graben am Ortsausgang in Richtung Pfaffenhofen wieder geöffnet werden. Derzeit fließe das Wasser über Straße ins Baugebiet. Fendt sagte, dies ein „sehr wichtiges Thema“. Man werde im Gespräch bleiben.

    Kanal: In Attenhofen sei das Kanalnetz auf der Suche nach defekten und illegalen Leitungen mit Rauchtests geprüft worden, sagte ein Bürger. Doch Reparaturen hätten noch nicht stattgefunden. Er kritisierte, dass die Attenhofener für Probleme im Pfaffenhofener Ortsteil Erbishofen verantwortlich gemacht würden. Dort war wie berichtet dreckiges Abwasser aus dem Kanal in die Keller mancher Häuser gelaufen. Der Bürger wollte den Grund dafür kennen: „In jüngster Zeit wurden mehrere Häuser angeschlossen. Ob der Kanal das hergibt?“ Fendt versprach, er werde mit seinem Pfaffenhofener Amtskollegen darüber sprechen. Danach soll es eine Infoveranstaltung für die Anwohner geben. Er wies darauf hin, dass die Bürger laut der Satzung des Abwasserzweckverbands Mittleres Rothtal – dazu gehören Attenhofen und Erbishofen – verpflichtet seien, Rückstauventile in ihre Leitungen einzubauen. Ein Anwesender war von dieser Technik überzeugt: „Seitdem kommt kein Tropfen mehr rein.“

    Witzighauser Straße: Die Fahrbahn sei von der Römerstraße bis hin zur St.-Lorenz-Straße in „schlechtem Zustand“, beklagte sich ein Attenhofener. Ein anderer führte die Heimgartenstraße an. Fendt nannte zwei Strategien: Man könne entweder eine Decke aus Spritzbeton auftragen, die etwa zehn Jahre lang halte. Oder die Straße gründlich sanieren, was die Anlieger jedoch „ein Vermögen“ kosten könnte. Der Rathauschef will nun prüfen, welche Vorgehensweise die beste Lösung verspreche.

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