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Gastronomie: Café Konzertsaal zieht ins „Schiff“ um

Gastronomie

Café Konzertsaal zieht ins „Schiff“ um

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    Aus der Gaststätte Schiff wird nun ein Caféhaus und Restaurant.
    Aus der Gaststätte Schiff wird nun ein Caféhaus und Restaurant. Foto: Brücken

    Neu-Ulm Das monatelange Bangen von Konzertsaal-Chefin Karin Eck und ihrer 20-köpfigen Truppe hat ein Ende. Das Lokal zieht zum 1. Oktober direkt in die Neu-Ulmer Innenstadt und bewirtet künftig in der Gaststätte Schiff seine Gäste. Außerdem wird Karin Eck das Museumscafé am Petrusplatz übernehmen.

    „Das ist für uns die Rettung“, atmete gestern Karin Eck auf. Ein halbes Jahr lang hatte sie nicht gewusst, wohin sie mit ihrer Gaststätte soll, wenn das bisherige Gebäude an der Luitpoldstraße abgebrochen wird. Bis der Neubau fertiggestellt ist, werden mindestens zwei Jahre vergehen.

    Zahlreiche Angebote von Gaststättenbesitzern aus anderen Städten hat Karin Eck ausgeschlagen, weil sie in Neu-Ulm bleiben wollte und von ihren Stammgästen dazu ermuntert worden sei, in der Stadt zu bleiben: „Ich habe von meinen Gästen im vergangenen halben Jahr sehr viel Zuspruch bekommen“, sagt die 46-Jährige.

    Die Gaststätte Schiff wird frei, weil der jetzige Pächter die Segel streicht und den Pachtvertrag nicht verlängern will. Da hat Karin Eck zugegriffen und ist sich schnell mit Fritz Walter, dem Besitzer des Schiffs, einig geworden. Schon länger war klar, dass sie auch das Museumscafé am Petrusplatz von der Stadt pachten will. Mit den 20 Sitzplätzen sei dies allerdings zu „winzig“ für die Größe ihres Betriebs. Deshalb will Karin Eck am Petrusplatz die Konditorei, ein kleines Café und den Außer-Haus-Verkauf einrichten. Gedacht ist auch an eine Außenbestuhlung in den Sommermonaten. Über die Größe ist allerdings noch nicht entschieden.

    Für ihre Bäckerei hat Karin Eck die Backstube der Bäckerei Honold in der Schwabenstraße in Offenhausen angemietet. Der Hauptbetrieb ihrer gastronomischen Aktivitäten wird sich auf das Schiff in der Ludwigstraße konzentrieren. Dort wird unter ihrer Regie künftig ein Caféhaus mit Restaurant entstehen.

    Dort hat die gelernte Bäckerin und Konditorenmeisterin 80 Sitzplätze – 40 weniger als derzeit im Café Konzertsaal. Beim Konzertsaal hatte sie auch noch 100 Sitzplätze im Freien. So viele sind es im Schiff nicht. Allerdings gibt es dort eine „wunderschöne Terrasse“ im Hinterhof.

    Der Übergang vom Konzertsaal zum Schiff soll möglichst nahtlos vonstattengehen. Kleinere Umbauarbeiten seien zwar nötig, um den Gasträumen den Touch eines Caféhauses zu geben, ansonsten aber sei alles passend, meint die Konditorenmeisterin. Dann könne sie ihren Gästen das aus dem Konzertsaal gewohnte Angebot bieten.

    Inventar wird eingemottet

    In zwei Jahren dann, wenn das neue Gebäude an der Luitpoldstraße fertig ist, will Karin Eck mit ihrem Team dorthin zurückkehren. Es ist erklärter Wille des Bauherren, dass im Erdgeschoss des künftigen Wohnkomplexes wieder eine Gaststätte eingerichtet wird. Deshalb will Karin Eck möglichst vieles aus der Inneneinrichtung samt der Holzvertäfelung aufbewahren und in die neue Gaststätte wieder einbauen.

    Ob sie das Schiff als weiteres gastronomisches Standbein behalten wird, ist noch nicht entschieden. „Das hängt von der Entwicklung des Lokals ab“, sagt Karin Eck.

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