Oberelchingen „Das war Spitze. Was hier heute abging, war Wahnsinn, es war gigantisch“, schwärmte Jürgen Vogt, der Vorsitzende des Musikvereines „Eintracht“ Oberelchingen, nachdem das Eintracht-Blasorchester unter Leitung von Vasyl Zakopets mit dem „Abschied der Gladiatoren“ das Frühjahrskonzert der Eintracht im Konzertsaal des Konstantin-Vidal-Hauses beendet hatte.
„Blasmusik ist cool“, hatte Vogt zuvor als Motto für das Konzert ausgegeben. Und dieses Konzert verdiente die Note „cool“, die Höchstnote jugendlicher Begeisterung. Zusammen mit dem Nachwuchsorchester Elchingen (Leitung Jürgen Bartl) und der Jugendkapelle Elchingen (Leitung Achim Götz) boten die Musikanten einen Abend blasmusikalischer Höhepunkte. Begeisterter Beifall belohnte das Spiel der etwa 120 „kleinen“ und „großen“ Musikanten, bei welchem die Freunde traditioneller und konzertanter Blasmusik gleichermaßen auf ihre Kosten kamen.
Monatelang hatten sich die Kapellen in wöchentlichen Proben und zusätzlichen Register- und Solistenproben auf diesen musikalischen Frühjahrsbeginn vorbereitet, meinte Uli Vogt. Den ersten Konzertteil bestritt das Nachwuchsorchester.
Stellvertretend für alle sei hier der zwölfjährige Posaunist Konrad Götz genannt. Er spielt sein Instrument erst sei zwei Jahren und wurde 2012 Bayerischer Vizemeister aller Musikverbände. Dem Nachwuchsorchester folgte die Jugendkapelle. Sie sorgte mit dem Konzertmarsch „Opening“, der zeitgenössischen Komposition „Cinema“, mit Melodien aus Webbers Erstlingswerk „Josef“, mit „The Best of the Beatles“ und einer Zugabe aus der „Rocky Horror Picture Show“ dafür, dass es niemanden mehr ruhig auf den Stühlen hielt. Stellvertretend für die Leistung aller 64 Mitglieder der Jugendkapelle sei hier das Klarinettentrio Lea Schneid, Sophia Neugebauer und Franziska Bek genannt, das von Carsten Hamaleser für seine Leistungen beim ASM-Landesentscheid ausgezeichnet wurde. Im dritten Konzertteil zeigte die Blaskapelle, warum sie zu den besten Ensembles der Region zählt. Nach der heiteren Schnellpolka „Leichtes Blut“ führte Dirigent Vasyl Zakopets seine Musikanten mit dem dramatischen „Jericho“ von Bert Appermont, der hymnischen „Music“ von John Miles und Naoya Wadas rockig-swingendem Epos auf das Motorenöl „10W-60“ zu unglaublichen musikalischen Spitzenleistungen, die vom Publikum mit Beifallsstürmen und Bravo-Rufen belohnt wurden. Das war Blasmusik plus. Wer nicht da war, hat etwas versäumt. (mde)