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Nagetiere: Der Biber baut, die Biber staut

Nagetiere

Der Biber baut, die Biber staut

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    Der Fußweg zwischen Von-Katzbeck-Straße und Bürgermeister-Streitle-Straße wird im Winter mitunter zu einer Eisfläche, kritisierten Oberhausener.
    Der Fußweg zwischen Von-Katzbeck-Straße und Bürgermeister-Streitle-Straße wird im Winter mitunter zu einer Eisfläche, kritisierten Oberhausener.

    Oberhausen Wandernde Feldwege, störende Straßenlaternen und Biberbauten in der Biber: In einer Bürgerversammlung sind mehrere Themen auf den Tisch gekommen, die den Oberhausenern unter den Nägeln brennen. Zuerst informierte Bürgermeister Wolfgang Fendt über die Belange der Stadt (siehe Infokasten) – und zeigte ein selbst gefilmtes Video von der Baustelle in den Schlössern. Dann hatten die Oberhausener das Wort: Rund 60 Bürger verfolgten die Diskussion im Schützenheim. Hier ein Überblick.

    Wege: Ein Bürger wollte wissen, ob die Stadt den Fußweg zwischen der Von-Katzbeck-Straße und dem ehemaligen Bullenstadel gekauft habe. Bürgermeister Fendt bejahte dies: „Wir wollen ihn erhalten.“ Dafür wird es aus Sicht des Anwohners höchste Zeit: Der Weg sei in einem schlechten Zustand und für Fußgänger gefährlich. Er bat um Reparaturen. Auch mit Kinderwagen und Rollatoren sollte der Weg begehbar sei. Die Niederhauser Straße sei keine Alternative für Spaziergänger, weil die Fahrbahn im Winter nicht geräumt werde. Fendt antwortete, man habe mit einem Anlieger eine Räumpflicht vereinbart und werde nun prüfen, warum dies nicht geklappt habe.

    Gehweg wird im Winter schnell zur Eisfläche

    Auch der Gehweg zwischen der Von-Katzbeck-Straße und der Bürgermeister-Streitle-Straße werde im Winter schnell zur Eisfläche, beklagte ein Bürger: „Ein Begehen ist fast unmöglich.“ Fendt sagte, man werde mit den Anwohnern sprechen: „Es ist ein Unding, dort nichts zu machen.“ Ein anderer Oberhausener bemängelte einen Feldweg, der zusehends abrutsche – auf sein Grundstück. Fendt verwies den Mann ans Bauamt. Dort werde man sich der Sache zügig annehmen.

    Biber: Der Biber baut – die Biber staut: Die Arbeiten der Nagetiere zwischen Biberachzell und Oberhausen sind mehreren Bürgern ein Dorn im Auge. Ein Mann schilderte seine Versuche, das Wasser des Bachs per Schaufel wieder fließen zu lassen: „Da hat man keine Chance, der Biber hat die ganze Nacht Zeit.“ Er befürchtete: „In zwei Wochen läuft kein Tropfen Wasser mehr durch.“ Dann sei seine Forellenzucht in Gefahr, sagte der Bürger. Auch müsse die Feuerwehr dann auf eine Wasserversorgung verzichten. Bürgermeister Fendt erwiderte, man werde den Problemen auf den Grund gehen. Ein anderer Bürger äußerte den Vorschlag, das Problem kulinarisch zu lösen: „Der Biber kommt auf den Tisch, der gilt als Fisch und momentan ist Fastenzeit.“ Hauptamtsleiterin Katrin Geiger mahnte an, auf den Naturschutz zu achten.

    Licht: Nachts lässt eine Straßenlaterne in der Eichmaierstraße unmittelbar vor einem Haus eine Familie nur schwer Schlummer finden, meldete eine Anwohnerin. Die Lechwerke hätten eine Lampe ausgetauscht: „Jetzt habe ich eine Stadionbeleuchtung im Kinderzimmer, das scheint brutal rein.“ Eine Blende dürfe sie nach Angaben des Elektrizitätswerks Weißenhorn nicht auf eigene Faust anbringen. Zudem befänden sich zwei Laternen innerhalb von nur zehn Metern, dafür sei es weiter hinten in der Eichmaierstraße „zappenduster“. Der Bürgermeister sagte, man werde untersuchen, ob es sich um einen Baufehler handele.

    Grundschule Nord: Der „Schwitzkasten“ – diesen Namen haben Kinder der Grundschule Nord gegeben. Wohl ein Stück weit Galgenhumor: Wenn im Sommer die Sonne auf die Glasfassade scheint, dann steigen die Temperaturen im Inneren schnell in unerträgliche Höhen.

    Unterricht fällt im Sommer wegen Hitze häufig aus

    Die Folge: Häufig fällt Unterricht wegen Hitzefrei aus. Eine Oberhausenerin regte an, ein Stück des Schulhofs zu überdachen – an heißen Tagen könnte der Unterricht dann draußen stattfinden. Auch eine „bessere Lüftung“ sei wünschenswert. Fendt erwiderte, man habe sich damals von der Optik des Gebäudes „blenden lassen“. Bereits vor zehn Jahren hätten Bäume gepflanzt werden sollen, dies habe man nun nachgeholt. Eine Klimaanlage hielt er nicht für sinnvoll: „Dann werden die Kinder krank.“ Jürgen Bischof brachte ein Sonnensegel ins Gespräch, so würden die Sonnenstrahlen gar nicht erst auf das Glas treffen. Fendt versprach, diese Idee zu prüfen. „Wir wollen aber nichts machen, was nicht funktioniert.“ Auch über den Pausenhof werde man sich Gedanken machen.

    Professor: Ein Oberhausener lobte die Arbeit von Bürgermeister Fendt, der bisher viel erreicht habe. „Sogar einen Doktortitel – vielleicht bringen Sie es in einer zweiten Amtszeit ja noch zum Professor.“

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