Weißenhorn Seit „unzähligen“ Jahren malt Walter Werdich alte Gebäude und Landschaften im gesamten Landkreis ab. Fast jeden Tag ist der Rentner für seine Leidenschaft draußen in der Natur unterwegs, immer auf der Suche nach neuen Motiven oder anderen Perspektiven. 1977 kam eine weitere Leidenschaft dazu: das Töpfern. Und auch heuer ist es wieder so weit, eine neue Seite des Künstlers zu zeigen. Bei der Kulturnacht wird Walter Werdich seine plastischen 3D-Bilder der Öffentlichkeit präsentieren.
Vor einem Jahr wollte Walter was Neues machen, denn nach vielen Jahren der Aquarellmalerei „muss man sich weiter entwickeln, denn ich möchte nicht stehen bleiben“ sagt Werdich. Also gipst der Künstler nun auch seine Bilder. Dabei trägt er normale Gipsrollen auf einen Untergrund auf und formt diese nach Belieben. Nach dem Trocknen wird der Gips angemalt und so entstehen plastische Abbildungen, beispielsweise vom Ulmer Münster, dem unteren und oberen Tor in Weißenhorn oder auch von dem einen oder anderen Tier.
Aquarelle bilden den Schwerpunkt
„Schwerpunkt bleibt aber weiterhin die Aquarellmalerei“, versichert Werdich. So kann der Künstler schon einige Ausstellungen vorweisen. Eine davon war die Ausstellung „Ansichten“ in Roggenburg. Walter Werdich zeigte damals verschiedene Ansichten der Roggenbuger Landschaft. Auch heute Abend wird Walter Werdich wieder ausstellen. Im Rahmen der Kulturnacht präsentiert er neben seinen fast schon klassischen Bildern vor allem auch seine plastischen Werke und natürlich diverse Tonfiguren in allen Variationen.
Walter Werdich liebt die Arbeit mit Kindern. Jedes Jahr töpfert er kurz vor Weihnachten am Gymnasium Krumbach zusammen mit den Schülern und deshalb sind auch die meisten Figuren den Kindern gewidmet. Zweimal gebrannt und lasiert, entstehen so viele Kinderfiguren, eines mit einer Eule in der Hand, andere Kinder pflücken Erdbeeren oder spielen mit einem Ball. Ein weiteres Projekt ist die Abbildung der sanierten Schlösser in der Fuggerstadt. Nach dessen Fertigstellungen will Werdich seine Werke der Stadt schenken, damit sie die schönen Schlösser noch ein wenig bereichern. Außerdem wird Walter Werdich oft beauftragt, für ein Geburtstagskind zum 60. oder 70. Geburtstag dessen Haus in früheren Zeiten zu malen. „Dabei habe ich oft nur eine Fotografie als Vorlage zur Verfügung. Es ist schwer, alles genau ab zubilden.“ Aber er kann nicht anders. Für Walter Werdich reichen Aquarellfarben, Wasser und die Natur um glücklich sein.