Den Reiz der Sinne und die Sinne reizen: So könnte man das Motto nennen, unter dem die Malerin Friedrun Scheiner aus Biberachzell die Besucher in ihre Ausstellung an diesem Wochenende in das Historische Stadttheater locken will. Farbenfrohe und kraftvolle Werke aus dem Schaffen des vergangenen Jahres präsentiert sie ihren Besuchern. Mit Motiven aus der griechischen Mythologie fühlt sich die Künstlerin in ihren Werken immer wieder von der „Sinnlichkeit in der Malerei“ angezogen. So lautet auch der Titel der Ausstellung.
Ganz eindeutig bekennt sich die Malerin zu den erotischen Motiven ihrer Bilder. Dabei verzichtet sie aber auf überzogene Effekte. Fast unschuldig verführen die Werke in leuchtenden Ölfarben den Betrachter in seine eigene Fantasiewelt. So lässt sie den listenreichen Zeus als Goldregen oder als Stier als Liebeswerber um Göttinnen und Nymphen auf ihren Bildern erscheinen. „Doch lässt der Begriff Sinnlichkeit auch Anderes zu“, sagt Scheiner. Die Natur stehe dazu Modell mit Gemüse und Früchten, so die Künstlerin. „Ich habe die Früchte im Laden gekauft, dann abgemalt und schließlich gegessen“, und fügt lachend hinzu „mit Wohlgefühl“.
Scheiner hat die Malerei in Stuttgart und Düsseldorf studiert und in den vergangenen Jahren bereits mehr als 20 Ausstellungen in unserer Region veranstaltet. Sie selbst sieht sich als „Einzelkämpferin“. So nahm sie auch bei ihrer aktuellen Ausstellung von der Gestaltung der Einladung bis zur Auswahl der Bilder alles selbst in die Hand.
Zu sehen ist die Ausstellung heute und am Sonntag im Foyer des Historischen Stadttheaters an der Westlichen Promenade, jeweils von 10 bis 17 Uhr. (anbr)