Freitag, 24. November 2017

23. Juli 2017 13:00 Uhr

Ulm

Die Ulmer Friedenswochen leben wieder auf

40 Jahre nach Gründung der Ulmer Friedenswochen wagen regionale Organisationen einen neuen Anlauf. Worauf es ihnen diesmal ankommt. Von Dagmar Hub

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40 Jahre nach Gründung der Initiative starten im September wieder Ulmer Friedenswochen. Es wird ein vielfältiges Programm geben.
Foto: Jens Wolf, dpa (Symbolbild)

1977 war geprägt vom Kalten Krieg. Die Angst vor einem Atomkrieg ging um. Anschläge der RAF prägten jenes Jahr. Molukkische Terroristen überfielen in den Niederlanden einen Zug. Palästinenser entführten die Lufthansa-Maschine „Landshut“. 1977 war kein friedliches Jahr. In Ulm rief eine Gruppe Engagierter um Reinhard Köhler die ersten Ulmer Friedenswochen ins Leben, die es vier Jahre lang gab und der friedenspädagogische Ausstellungen folgten. 40 Jahre später ist in der Welt viel Unfrieden – 226 gewaltsam ausgetragene Konflikte laufen parallel in diesem Jahr, darunter 18 Kriege der höchsten Eskalationsstufe. Reinhold Köhler und andere Friedensbewegte von damals tun sich jetzt mit jüngeren Leuten zusammen, die sich für den Frieden in der Welt einsetzen wollen und starten zum zweiten Mal Ulmer Friedenswochen.

Die Hoffnung der späten 70er und frühen 80er auf ein friedlicheres Zeitalter hat sich als Illusion erwiesen, sagt Lothar Heusohn. „Es sind neue Konflikte provoziert worden. Es brennt zu sehr. Wir können es uns nicht mehr leisten, dass Leute einzeln etwas machen.“ 25 Organisationen wollen deshalb in einer konzertierten Aktion mit 25 Veranstaltungen vom 1. September bis 17. Oktober gemeinsam über ihre verschiedenen Ausrichtungen hinaus für den Frieden eintreten – und sie wollen den Frieden nicht nur als die Abwesenheit von Krieg definieren, sondern wollen für gerechte soziale Zustände im Inneren der Gesellschaft eintreten. Die Ziele der neuen Ulmer Friedenswochen sind es, aufzudecken, was Frieden verhindert und Alternativen aufzuzeigen, Machtstrukturen und Gewaltursachen offenzulegen und möglichst viele Menschen für den Frieden zu sensibilisieren. Die Ziele beziehen sich auf den innen- wie auf den außenpolitischen, auf den sozialen wie auf den individuellen Bereich.

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So vielfältig wie die Ausrichtungen der Teilnehmer sind die Themen: Zum Auftakt am 1. September informiert der DGB-Kreisverband im Haus der Gewerkschaften über „Die 360˚-Nato: Mobilmachung an allen Fronten“. In der Stadtbibliothek Ulm wird am selben Tag eine Ausstellung zum Thema Frieden eröffnet. Am 3. September bittet die Regionalgruppe der Tibet Initiative Deutschland zu einer Friedens-Schweigemeditation in der Friedrichsau mit anschließendem Picknick. An den Ulmer Friedenswochen werden unter anderem der Verein für Friedensarbeit Ulm und die Ulmer Ärzteinitiative beteiligt sein, die Autor Henrik Paulitz („Anleitung gegen den Krieg“) ins Einsteinhaus eingeladen hat.

Den Abend am 7. September moderiert Reinhold Thiel, Sprecher der Ulmer Ärzteinitiative. In der Friedrichsau wird es am 10. September – anknüpfend an die Friedenswochen der 70er Jahre – das fünfte Ulmer Friedenskonzert geben, bei dem regionale und überregionale Musiker gratis und im Freien Weltmusik spielen. Der Verein für Friedensarbeit Ulm fragt am 21. September nach der Bedeutung des gewaltfreien Widerstandes gegen Hitler für heute. Am 23. September kommen die inzwischen 92-jährige Musikerin Esther Bejerano und die Rapper von „Microphone Mafia“ ins Stadthaus. Kern der Neuauflage der Ulmer Friedenswochen wird ein Friedensfest am 9. September ab 18 Uhr im Einsteinhaus sein: Filme, Vorträge, Workshops, Kleinkunst, Livemusik und Disco.

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Schlagworte

Ulm | Niederlande | Landshut | RAF

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