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Stadtrat: Disco-Viertel bleibt Problemzone

Stadtrat

Disco-Viertel bleibt Problemzone

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    Das „Simarik“ an der Lessingstraße ist aus Sicht der Polizei noch immer eine Problemdisco. Der Betreiber kommt nur sehr zaghaft den Auflagen der Stadt nach. Die Zahl der Straftaten hat sich erhöht.
    Das „Simarik“ an der Lessingstraße ist aus Sicht der Polizei noch immer eine Problemdisco. Der Betreiber kommt nur sehr zaghaft den Auflagen der Stadt nach. Die Zahl der Straftaten hat sich erhöht. Foto: Furthmair

    Neu-Ulm Die Situation im Neu-Ulmer Diskothekenviertel hat sich nach den Auflagen von Stadt und Polizei deutlich entschärft, aber noch nicht so beruhigt, wie dies aus Sicht der Polizei wünschenswert wäre. Die Zahl der Straftaten ist zwar zurückgegangen, ist aber immer noch hoch. Deshalb ist aus Sicht der Verantwortlichen bei der Stadt und der Polizei ein dauerhaftes Sicherheitskonzept notwendig. Hilft das nicht, droht nach wie vor eine Verkürzung der nächtlichen Öffnungszeiten in den Vergnügungstempeln. Gestern hat der Stadtrat die vor einem Jahr gewährte Schonfrist erneut verlängert.

    Die Serie schwerer Gewaltdelikte und der schwunghafte Drogenhandel und -Konsum in den drei Diskotheken an der Lessingstraße hatten vor mehr als einem Jahr dazu geführt, dass die Auflagen für die Diskothekenbetreiber drastisch verschärft worden waren. So wurden Flatratepartys verboten, der Einsatz von Ordnungskräften in den Diskotheken ebenso vorgeschrieben wie die Ausleuchtung der Parkplätze und die Installation von Überwachungskameras. Angesichts der drohenden Sperrzeitverlängerung, die einer Schließung der Discos gleichgekommen wäre, haben zwei der drei Betreiber offenbar schwer beeindruckt und die Kooperationsbereitschaft erhöht. Nur der Chef der überwiegend von Türken besuchten Disco „Simarik“ habe sich monatelang Zeit gelassen bei der Umsetzung der Auflagen. Erst nach massivem Druck habe er sich dazu bereit erklärt. Während im „Lima“ (früher Ohm) und im „Kulturpark“ (vormals Mahatma“) die Zahl der festgestellten Straftaten zurückgegangen ist, stieg sie im „Simarik“, berichtete Polizeidirektor Michael Keck den Stadträten. Positiv habe sich die Schließung des „Ohm“ ausgewirkt, weil dieser in der Technoszene überörtlich bekannte Treffpunkt zugleich Drogenumschlagplatz gewesen sei.

    Sprecher aller Rathausfraktionen forderten, dass die Entwicklung in diesem Viertel weiterhin genauestens beobachtet und gegebenenfalls reagiert werden müsse. Auch die sehr zeitaufwendigen Kontrollen durch Polizei und städtisches Ordnungsamt müssten beibehalten und die Sanktionen verschärft werden. Im vergangenen Jahr wurden Bußgelder in einer Gesamthöhe von fast 5800 Euro verhängt.

    Schließlich könne nicht tatenlos zugesehen werden, wie dort bei schweren Schlägereien Menschen verletzt werden. Darunter auch ein Polizist, der seit mehr als einem Jahr an den Folgen leidet und dienstunfähig ist.

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