Senden Heute vor genau 65 Jahren, am 16. Mai 1947, haben Elisabeth und Franz Skilandat aus Senden geheiratet. Jetzt feiern sie gemeinsam mit der Familie, darunter zwei Enkel und zwei Urenkel, ihre Eiserne Hochzeit.
In Brandenburg hatten sich die beiden nach dem Krieg kennengelernt, als Franz Skilandat, gebürtig aus Ostpreußen, nach der Gefangenschaft ins Heimatdorf seiner späteren Frau kam. Beide arbeiteten damals in der Landwirtschaft und lernten sich bei gemeinsamen Ausflügen näher kennen. Ein Strauß aus Flieder, daran erinnert sich Elisabeth Skilandat noch gut, war ihr Brautstrauß bei der Hochzeit. „Blumen zu besorgen, war damals nicht so einfach wie heute“, berichtet Ehemann Franz. Mit drei kleinen Kindern entschloss sich das Ehepaar sechs Jahre später, in den Westen zu gehen, denn für ihren Bauernhof sahen sie keine Zukunft.
Auf getrennten Wegen fuhr die Familie kurz entschlossen per Zug nach Berlin, viel Gepäck konnten sie nicht mitnehmen, das wäre aufgefallen. Die Ausreise glückte. In Senden baute sich die Familie ein Haus, Vater Franz arbeitete als Maschinenbauer und Verwalter, gemeinsame Hobbies waren Reisen und Kegeln. Heute lebt das Paar in einer gemütlichen Wohnung.
Verstanden, erzählen beide, haben sie sich immer, wenn es auch dann und wann Meinungsverschiedenheiten gab. Das Ehepaar ist noch rüstig genug, Spaziergänge zu unternehmen. „Wir sind ganz gut erhalten geblieben“, sagt Franz Skilandat, und beide haben einen großen Wunsch für die Zukunft: Noch möglichst viel Zeit zusammen verbringen zu können. (ahoi)