Startseite
Icon Pfeil nach unten
Neu-Ulm
Icon Pfeil nach unten
Senden
Icon Pfeil nach unten

Zwist: Eiszeit unter Eislaufsportlern

Zwist

Eiszeit unter Eislaufsportlern

  • |
  • |
  • |
    Michael Grabinski
    Michael Grabinski

    Senden Beim Eissportverein Senden hat eisiges Klima Einzug gehalten. Offensichtlich wegen Unstimmigkeiten im Zusammenhang mit wechselnden Trainern sind einige Mitglieder ausgestiegen, um einen eigenen Club zu gründen. Zudem ist die Rathausverwaltung beim Verein in die Kritik geraten, weil es nun eine gemeinsame Hallennutzung mit den „Abtrünnigen“ gibt. „Wir haben nur noch die halben Eislaufzeiten“, beklagt Prof. Michael Grabinski vom EV-Vorstand.

    Pünktlich zum Start in die neue Saison am heutigen Samstag beginnen auch schon die Probleme bei den Sendener Eissportlern. Denn die abgesprungenen Mitglieder trainieren zu den gleichen Zeiten wie der EV Senden, gibt Grabinski zu bedenken. „Normalerweise muss ein Verein erst zwei Jahre aktiv sein, um eine städtische Förderung zu erhalten. Hier wurde nicht nur eine großzügige Ausnahme gemacht, sondern schlichtweg einem bestehenden Verein etwas fortgenommen“, stellt er fest. Dass jetzt eine Handvoll Leute, die unzufrieden und deshalb abgesprungen seien, von der Stadt eine Sonderbehandlung erführen, könne er nicht verstehen.

    Neuer Trainer verpflichtet

    Das gleichzeitige Training bezeichnet Grabinski als „Unsinn“, zumal man sich durch die Spaltung alles andere als wohlgesonnen gegenüberstehe. „Soll dann einer auf der rechten Seite laufen und der andere auf der linken?“ fragt das Vorstandsmitglied. Zudem sei die Unfallgefahr sehr groß. Da könnte gleich das Training während des Publikumslaufs erlaubt werden. „Oder möchte die Stadt auf diese Weise wieder eine Zusammenführung des Vereins erreichen?“, meint Grabinski mit gewisser Süffisanz.

    Zum Zerwürfnis kam es nach seinen Angaben wohl hauptsächlich wegen eines mehrmaligen Trainerwechsels in der Vergangenheit. Die Sendener Eislaufsportler konnten nun mit Florin Gafencu einen renommierten rumänischen Coach verpflichten (wir berichteten). Der „andere Verein“ wartet, wie Grabinski erläutert, mit einer Trainerin auf, von der sich der EV getrennt habe. Sie sei bis zuletzt in Ravensburg tätig gewesen.

    Bürgermeister Kurt Baiker war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Wie aber aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, hätten ihn die ehemaligen Mitglieder des Eissportvereins im Rathaus aufgesucht und ihren Wunsch vorgetragen, dem er auch stattgegeben habe.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden