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Bahnbrücke: Freie Wähler stellen die Standortfrage

Bahnbrücke

Freie Wähler stellen die Standortfrage

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    Die Eisenbahnbrücke in Witzighausen ist gesperrt. Ein weiter Umweg über zwei Tunnel verbindet die Orte.
    Die Eisenbahnbrücke in Witzighausen ist gesperrt. Ein weiter Umweg über zwei Tunnel verbindet die Orte. Foto: Andreas Brücken

    Witzighausen Kann die neue Brücke in Witzighausen auch an einem anderen Standort gebaut werden, als im Bereich der ehemaligen Brücke? Diese Frage wirft die Stadtratsfraktion CFW/FWG als Ergebnis einer Diskussion in ihrer jüngsten Fraktionssitzung nun auf. Die Verwaltung soll prüfen, ob es Alternativen zu diesem Platz gibt. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion an Bürgermeister Kurt Baiker gerichtet. Der Punkt soll nach dem Willen der Stadträte von der CFW/FWG in einer der kommenden Sitzungen behandelt werden.

    Standort könnte nach Westen verschoben werden

    Die Brücke in Witzighausen sei damals errichtet worden, um den Fahrgästen aus Witzighausen-Nord und aus Hittistetten einen gefahrlosen Zugang zum Bahnhof und Bahnsteig in Witzighausen zu ermöglichen. „Diese Funktion entfällt zukünftig, da geplant ist, den neuen Haltepunkt in der Nähe der Illerberger Straße zu bauen“, heißt es in dem Antrag. In einer ausführlichen Debatte sei man zu Überlegungen gekommen, „dass es durchaus sinnvoll ist, den Standort der Brücke in westlicher Richtung zu verschieben.“ Auf Nachfrage der NUZ sagte Stadtrat Hans-Manfred Allgaier, im Haushalt sei Geld eingestellt für einen Gutachter. Dieser solle nun Alternativen prüfen. Und zwar, so betont Allgaier, unabhängig davon, welche von drei möglichen Varianten letztendlich gebaut wird. Errichtet werden könnte entweder eine Brücke ausschließlich für Radfahrer und Fußgänger; eine Brücke für Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer oder zwei separate Brücken, davon eine für Autofahrer und eine für Radfahrer und Fußgänger. Nach Einschätzung von Bürgermeister Baiker könne 2012 mit dem Bau nicht mehr begonnen werden. 20000 Euro sind für die Brückenplanung vorhanden, die im vergangenen Jahr überplanmäßig in den Haushalt eingestellt worden sind.

    Bürger wollen besser informiert werden

    Für Wolfgang Neidlinger von der Witzighauser Interessengemeinschaft für eine befahrbare Brücke wäre eine Brücke weiter im Westen theoretisch möglich. Wichtig sei auf alle Fälle, dass der Übergang befahrbar ist.

    Die Interessengemeinschaft, so berichtet Neidlinger, habe kürzlich Bürgermeister Kurt Baiker und die Fraktionsvorsitzenden angeschrieben mit der Bitte, eine Informationsveranstaltung in Witzighausen abzuhalten, um die möglichen Brücken-Varianten vorzustellen, sobald diese ausgearbeitet sind. Die Bürger müssten mitgenommen werden, betonte Neidlinger im Gespräch mit der NUZ. Der Witzighauser zeigt sich optimistisch, dass letztendlich eine befahrbare Brücke gebaut wird, denn für diese gebe es Zuschüsse. Kommt keine befahrbare Brücke, müsste außerdem die Abbiegespur in der Kreisstraße rückgebaut werden. „Das kostet auch was“, sagt Neidlinger. Er hält es für möglich, dass ein befahrbarer Übergang letztendlich billiger sein könnte, als eine reine Fußgänger- und Radfahrerbrücke. Von einer neuen Brücke erhofft sich Neidlinger auch eine Verkehrsentlastung für die Wohngebiete. Verständnis zeigt er für einige Anwohner in der Dahlienstraße, dem Standort der ehemaligen Brücke, die derzeit froh sind, den Verkehr loszuhaben. Eine mögliche Lösung könnte dort eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 Stundenkilometer sein. „Wir sind aufgeschlossen für eine neue Regelung“, erklärt Neidlinger.

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