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Antrag: Freie Wähler wollen Verkehr in der Hauptstraße drosseln

Antrag

Freie Wähler wollen Verkehr in der Hauptstraße drosseln

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    Zone 30 heißt es in der Sendener Hauptstraße. Doch viele Stadträte aus unterschiedlichen Fraktionen und auch Bürger wollen die Höchstgeschwindigkeit senken.
    Zone 30 heißt es in der Sendener Hauptstraße. Doch viele Stadträte aus unterschiedlichen Fraktionen und auch Bürger wollen die Höchstgeschwindigkeit senken. Foto: Angela Häusler

    Senden Nachdem die Grünen-Stadtratsfraktion unlängst einen Vorstoß zum Thema Hauptstraße gestartet und sich für eine Umwandlung in eine Fußgängerzone oder einen verkehrsberuhigten Bereich ausgesprochen hat, schaltet sich die CFW/FWG-Fraktion im Sendener Stadtrat nun in die Diskussion ein. Eine reine Fußgängerzone oder eine verkehrsberuhigte Zone mit Schrittgeschwindigkeit für alle Fahrzeuge in der Hauptstraße sei nicht das richtige Konzept, schreiben die Freien Wähler in einem Brief an Bürgermeister Kurt Baiker.

    Stattdessen will die CFW/FWG bei der nächsten Stadtratsitzung am Dienstag, 22. Mai, den Antrag stellen, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit zwischen Bahnübergang und Rathauskreuzung von 30 auf 20 Kilometer pro Stunde gesenkt wird. Außerdem sollen Autofahrer nur noch auf den durch Granitpflaster gekennzeichneten Flächen parken dürfen.

    Verkehrsbelastung derzeit höher als normal

    „Wir versprechen uns von einer Absenkung der Höchstgeschwindigkeit auf 20 km/h eine deutliche Reduzierung der Unfallgefahr insbesondere für Fußgänger beim Überqueren der Fahrbahn und auch beim Ein- und Ausparken von Fahrzeugen“, heißt es in dem Schreiben der Fraktion. Die Grünen bemängeln in der Hauptstraße die fehlende Sicherheit für Fußgänger und Fahrradfahrer. Das sehen auch die Freien Wähler zum Teil so. Allerdings glauben sie, dass eine Drosselung der Höchstgeschwindigkeit auf 20 Stundenkilometer ausreiche, um die Sicherheit zu verbessern.

    Wie der Vorsitzende der CFW/FWG-Fraktion Manfred Frisch gegenüber der NUZ erklärte, müsse bei allen Überlegungen berücksichtigt werden, dass die momentane Verkehrsbelastung in der Hauptstraße wegen der Baustelle in der St.-Florian-Straße höher als normal sei. Es sei quer durch die Stadtrats-Fraktionen Konsens, dass in der Hauptstraße etwas geschehen müsse, sagte Frisch. Allerdings sei es möglich, „den Verkehr besser zu regeln, ohne dabei groß Geld auszugeben“. Einen Umbau der Hauptstraße lehnen die Freien Wähler ab. „Wir wollen keine Baustelle“, betonte Frisch. Stattdessen seien „ordnungspolitische Maßnahmen“ ausreichend, um den Durchgangsverkehr zu bremsen. Sämtliche Anlieger, schreibt die CWF/FWG-Fraktion, hätten bereits „Erschließungsbeiträge in nicht unerheblicher Höhe entrichtet“, als die Straße vor rund 25 Jahren angelegt wurde. Zwar gebe es rechtliche Möglichkeiten, um die Anlieger erneut zur Kasse zu bitten. Dies sei allerdings wegen der relativ kurzen verstrichenen Zeit unzumutbar.

    Nach Ansicht der CFW/FWG wurde von der einst gut durchdachten Planung der Hauptstraße einiges verwässert. Ohne Mitwirkung des Bau- und Umweltausschusses seien plötzlich Gemeinflächen zu Parkplätzen umfunktioniert worden. Die mit Klinkerbelag gepflasterten Flächen seien an jeder möglichen Stelle mit weißen Linien versehen worden. Da die vor etwa 20 Jahren angebrachten Linien aber nicht mehr vorhanden sind, habe es sich eingebürgert, dass auf allen mit Klinker gepflasterten Flächen geparkt werde. „Werden die zu Parkplätzen zweckentfremdeten Gemeinflächen wiederhergestellt, gewinnt die Hauptstraße auf jeden Fall. Die Übersichtlichkeit steigt und die Unfallgefahr sinkt damit“, lautet das Fazit der Freien Wähler. Den Parkplatz-Mangel, der damals Grund für die Zweckentfremdung gewesen sei, gebe es nicht mehr. Dafür sorge auch die Tiefgarage unterhalb des Marktplatzes. „Parkplätze gibt es eigentlich genug“, sagte Manfred Frisch.

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