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26. Februar 2011 00:00 Uhr

Die gute Tat

Hilfe ist Bilder-„art-ig“

Künstlerinnen-Gruppe unterstützt „Weißenhorn hilft“ Von René Barth

Weißenhorn Farben und viel Gefühl standen einige Wochen den klaren Linien von Küchenmöbeln gegenüber. „Kunst und Design, das harmoniert wunderbar“, sagt Paul Silberbauer zur Vernissage der Weißenhorner Künstler von „art-ig“ im Designladen „Cocoon“.

Zehn Wochen lang stellten die sieben Weißenhorner Künstlerinnen Eva Bittenbinder, Gabriele Kilb, Bettina Gaus, Claudia Rieger, Brigitte Glasstetter, Ingrid Fischer und Renate Unseld ihre Werke in den Räumen der Firma Silberbauer und Cocoon zur Schau. Schöner „Nebeneffekt“: Die beiden Geschäfte spendeten für jeden Besucher einen Euro in die Kassen von „Weißenhorn hilft“, der Hilfsaktion der Fuggerstadt für bedürftige Bürger.

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Viele Ausstellungen für wohltätige Zwecke

Seit vielen Jahren schon stellen die Künstler ihre Werke für wohltätige Zwecke aus, auch das Leserhilfswerk unserer Zeitung „Kartei der Not“ war schon mehrfach Empfänger. Die Künstlerinnen selbst spenden zudem für jedes verkaufte Werk zehn Prozent des Erlöses in die Kasse.

„Der Verkauf steht aber nicht im Mittelpunkt“, versichern die Sieben. „Wir wollen einfach zeigen, was wir so machen“, erklärt Renate Unseld. Außer Acryl verwenden die Kunstschaffenden auch Sand, Papier, Walze, Spachtel und noch so einiges mehr. „So erhält eben jedes Bild seinen Charakter und zeigt die Stimmung, in der ein Künstler gerade ist“, sagt Eva Bittenbinder. Stimmung und die Gefühlslage sind die treibenden Kräfte der Künstlerinnen.

„Man hat schon ein Bild im Kopf wenn man anfängt, aber oft entsteht dann ganz etwas anderes“, beschreibt Bettina Gaus die Arbeitsweise. „Es fließt einfach“, ergänzt Claudia Rieger. Oft holen sich die Künstlerinnen ihre Inspirationen aus der Natur.

„Wenn man sich nur ein Stück Baumrinde ansieht; die vielen Facetten und Strukturen, die regen einfach an.“ „Man macht keine Kopie der Natur, sondern fängt mit ihr an und lässt dann seinen Gefühlen freien Lauf“, erläutert Bettina Gaus.

„Lebenslinien“ heißt eines ihrer Werke, zu dem sie die Linien einer Hand inspiriert haben. Auch das Bild von Claudia Rieger hat, wie bei den meisten Künstlern, einen Namen: „Feuerstrom“ – ein Bild, das energiegeladen in kräftigen Rottönen und einer beeindruckenden Größe den Betrachter verleitet, länger stehen zu bleiben.

Bilder wollen gefunden werden

Allerdings erschließt sich die Stimmung des Künstlers nicht auf Anhieb jedem Betrachter. „Ein Bild will gefunden werden oder das Bild findet seinen Besitzer“, sind sich die „art-ig“-Frauen einig.

Gerade zu diesem Thema kann Bettina Gaus eine Geschichte erzählen. Vor zwei Jahren erst hat sie aus einer unglücklichen Liebe heraus ein Bild gemalt und auf einer Vernissage ausgestellt.Eine Münchner Kunstliebhaberin hat dieses Bild dort erstanden. „Es hat mich so tief in meinem Herzen berührt, das musste ich einfach haben“, erklärte die Dame gegenüber der Künstlerin ihren Kauf.

Bürgermeister freut sich über 738-Euro-Spende

Auch Erster Bürgermeister Dr. Wolfgang Fendt berührte die Ausstellung. Fendt durfte eine Spende in Höhe von 738 Euro für die Aktion „Weißenhorn hilft“ in Empfang nehmen.

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