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Regenwasserkonzept: Hollgraben wird wieder freigelegt

Regenwasserkonzept

Hollgraben wird wieder freigelegt

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    Die Lange Straße wird ihr Gesicht verändern, wenn der Hollgraben erst wieder offen ist. Das neue Baugebiet „Am Stadtpark“ (grüne Wiese) sowie der neue Kindergarten inklusive neuer Parkflächen hier und vor der Wirtschaftsschule werden ebenfalls dazu beitragen.
    Die Lange Straße wird ihr Gesicht verändern, wenn der Hollgraben erst wieder offen ist. Das neue Baugebiet „Am Stadtpark“ (grüne Wiese) sowie der neue Kindergarten inklusive neuer Parkflächen hier und vor der Wirtschaftsschule werden ebenfalls dazu beitragen. Foto: Andreas Brücken

    Senden Durch die Erschließung des neuen Baugebiets „Am Stadtpark“ in Senden muss die Stadt so manche Maßnahme beginnen, die ansonsten noch etwas Zeit gehabt hätte. Es geht um neue Kanäle ebenso, wie um die Sanierung und Erweiterung des bestehenden Abwassernetzes, aber es geht auch um Renaturierung. Zum Beispiel, um Niederschlags- und Oberflächenwasser besser versickern zu können. Zu diesem Zweck soll jetzt der Hollgraben fast vollständig im Bereich der Lange Straße wieder aufgemacht werden.

    Landschaftsarchitekt Manfred Rauh und Architekt Berchtold hatten hierzu Pläne vorgelegt. Sie sehen die Öffnung des Hollgrabens vor, Baumpflanzungen an der Seite des neuen Wasserverlaufs in der Lange Straße sowie eine Querungshilfe und neue Parkflächen vor dem neuen Kindergarten gekoppelt mit der angrenzenden Wirtschaftsschule. Hierzu gab es drei Varianten.

    Rund 50 neue Parkplätze werden gebaut

    Um diese gab es einige Diskussionen, doch am Ende einigten sich die Räte auf Variante eins und drei gemischt. Hierbei werden nun knapp 50 neue Parkplätze geschaffen.

    Die reine Freilegung des Hollgrabens kostet laut Manfred Rauh rund 420 000 Euro. Die neuen Parkplätze schlagen mit circa 1,2 Millionen Euro zu Buche. Und wenn die Stadt schon mal am Buddeln ist, kann sie auch gleich noch die Wasserhauptversorgungsleitung in der Lange Straße sanieren beziehungsweise erneuern. Diese Leitung ist inzwischen 50 Jahre alt und marode. Teilbereiche sind allerdings schon ausgewechselt worden.

    Eigentlich hatte die Verwaltung die günstige Variante vorgeschlagen, die Leitung für 96000 Euro zu sanieren. Doch das Gros im Stadtrat war sich einig, lieber etwas mehr – nämlich 132 000 Euro (netto) auszugeben, um spätere Mehrkosten gleich aufzufangen. Schließlich kann der Erschließungsweg gleich auch für das Vereinsheim dienen.

    Einen entsprechenden Antrag stellte SPD-Fraktionschef Georg Schneider. Gegen Pit Ehrenberg, Anton Leger und Helmut Meisel wurde er angenommen. Meisel bevorzugte die billigere Variante. In diesem Zusammenhang beschloss das Gremium nun auch noch ein Regenwassergesamtkonzept, das in Senden schon seit 50 Jahren in der Warteschleife hängt und längst überfällig ist.

    Senden hat nur eine beschränkte Erlaubnis

    Grund für die andauernden Umplanungen war die sich ständig ändernde Vorschriften- und Gesetzeslage. Doch nun will die Stadt endlich den Sack zumachen. Senden hat derzeit nämlich nur eine beschränkte wasserrechtliche Erlaubnis für die bestehende Niederschlagswasserbeseitigung der Stadt Senden, Ay und Wullenstetten. Diese läuft nur noch bis Ende 2013. (ast)

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