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Theater Neu-Ulm: Im Sommer gibt es keine Verschnaufpausen

Theater Neu-Ulm

Im Sommer gibt es keine Verschnaufpausen

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    Heinz Koch und Claudia Riese sitzen im aufgelassenen, aber noch nicht leer geräumten Konzertsaal nicht unbequem: Kinomacher Roland Sailer hat Sessel fürs Theatergestühl in der Hermann-Köhl-Straße gesponsert.
    Heinz Koch und Claudia Riese sitzen im aufgelassenen, aber noch nicht leer geräumten Konzertsaal nicht unbequem: Kinomacher Roland Sailer hat Sessel fürs Theatergestühl in der Hermann-Köhl-Straße gesponsert. Foto: Roland Mayer

    Neu-Ulm Claudia Riese und Heinz Koch wirken nachdenklich, sind aber guten Mutes. Am Wochenende geht letztmals der Vorhang ihrer Theaterbühne im Konzertsaal auf. Freitag und Samstag, jeweils 20 Uhr, werden in der Studio-Bühne nochmals „Männergespräche“ gegeben. Dann ist hier, wie auch im Großen Haus, dem ehemaligen Konzertsaal, wo bald die Abrissbirnen zugunsten eines Wohnparks anrücken, endgültig Schluss mit dem Theaterspielen. Doch bekanntlich können Neu-Ulms Augus- Theater-Leute die Räume in der Hermann-Köhl- Straße der ehemaligen Hieber-Passage beziehen. Darauf wird schon jetzt mit Volldampf gearbeitet. Der Konzertsaal ist aufgelassen, Requisiten und Material müssen noch abgeräumt werden. Momentan dient er noch als kurzfristiges Zwischenlager für ein halbes Hundert gut erhaltener, blauer Sessel, die Obscura-Kinochef Roland Sailer Koch und Riese für ihr neues Theater überlassen hat. Am künftigen „Theaterplatz“ sind die Handwerker eingezogen. 66 Sitzplätze werden variabel mit aufsteigenden Rängen eingebaut. Vom Konzertsaal wird hier von der Eingangstür über Theken bis zur Kloschüssel jede Menge wiederverwertet. „Der erzwungene Wechsel gibt uns noch die Möglichkeit, den eigenen Kopf freizuschaufeln“, sagen Koch und Riese. Der Umbau des neuen Domizils, das die Theatermacher übrigens mit einem günstigen Kredit („ein rückzahlbares zinsloses Darlehen“) gekauft haben, werde 300000 Euro kosten. Ein Drittel hat Koch bereits „als Vorleistung“ aufgebracht. Für den Rest werden Sponsoren und weitere Gönner gesucht.

    Am 21. September steigt dann die große Eröffnung. „Der Konzertsaal war offen, am Theaterplatz sind wir unter uns“. Geplant ist ein Theater als Begegnungsstätte mit Kleinkunst und offenen Dialogen – eben wie ein sozio-kulturelles Zentrum.

    Infos auch unter der Telefonnummer 0731 / 553412.

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