Neu-Ulm Das Personalkarussell bei der SPD im Landkreis Neu-Ulm kommt langsam in Schwung. Die Neu-Ulmer Jungsozialisten haben jetzt in ihrer Jahreshauptversammlung einstimmig den SPD-Kreisvorsitzenden David Knuplesch als Kandidaten für die Landtagswahl in diesem Jahr vorgeschlagen und sich damit aktiv in die aktuelle Personaldiskussion bei den Genossen eingemischt.
Ob der Parteinachwuchs mit diesem Vorschlag Gehör findet, ist unklar, zumal es innerhalb der Partei offenbar noch andere Interessenten an einer Kandidatur gibt.
Zeitweise war auch der Neu-Ulmer SPD-Stadtrat Karl-Martin Wöhner als Interessent für diese Kandidatur gehandelt worden. Der zeigte sich gestern überrascht vom Vorstoß des Parteinachwuchses: „Ich weiß davon nichts.“ Deshalb könne er den Vorschlag der Jusos auch nicht kommentieren, gab sich Wöhner ungewöhnlich wortkarg. In der Jahreshauptversammlung der Jusos im Kreis Neu-Ulm ist der 22-jährige Sebastian David einstimmig als Vorsitzender der Neu-Ulmer Jungsozialisten (Juso) wiedergewählt worden. Auch sein Stellvertreter Matthias Funke wurde einstimmig bestätigt. Neu im Vorstand mitarbeiten werden Özgür Tan und Tolga Budak aus Neu-Ulm.
Inhaltlich wollen sich die Jusos im kommenden Jahr vor allem mit den Themen Rechtsextremismus, Integration, Netz- und Wirtschaftspolitik beschäftigen. Zu diesem Thema referierte mit Kasim Kocakaplan der Leiter des Illertisser Arbeitskreises für Integration. (rost/az)