Donnerstag, 20. Juni 2013

09. Mai 2012 12:11 Uhr

Konkurrenz aus dem eigenen Haus

23 Bewerbungen um Ulms Kulturdezernat

Ulm In der Nachfolge von Dr. Götz Hartung, der in den Ruhestand ging, hatte Sabine Mayer-Dölle September 2004 als frischgebackene Ulmer Kulturbürgermeisterin ihre Amtsgeschäfte aufgenommen. Im achten Amtsjahr kandidiert sie nun für ihre Wiederwahl. Wie jetzt vom Rathaus bestätigt wurde, kriegt sie nicht nur Konkurrenz aus den eigenen Reihen: Denn neben ihrer Hauptabteilungsleiterin Kultur, Iris Mann, und dem ehemaligen Fraktionsvorsitzenden der Grünen und jetzt als Sozialplaner unter Mayer-Dölle arbeitenden Markus Kienle bewirbt sich auch ein stattliches auswärtiges Kandidatenfeld um den Posten des Ulmer Kultur- und Sozialdezernenten.

Vergangenen Freitag ist die Frist der öffentlichen Ausschreibung abgelaufen. Neben Mayer-Dölle, der 55-jährigen gebürtigen Freiburgerin, die erneut kandidiert, haben sich für den Ulmer Bürgermeisterposten in Sachen Kultur, Bildung und Soziales weitere 22 Damen und Herren beworben. Wer sich darunter befindet – darüber wahrt auch die rechte Hand von Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner, Claus Schmid, bezüglich des weiteren Auswahlverfahrens erst mal diskretes Stillschweigen.

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„Ich hoffe, sie bringen mich gut auf Trab“, hatte Mayer-Dölle 2004 bei ihrem Amtsantritt mit Blick auf das Wechselspiel von Kultur, Kunst und Soziales gesagt. Die heute 43-jährige Iris Mann, aus St. Georgen im Schwarzwald stammend, wirkte vor ihrer Wahl als Ulmer Kulturmanagerin Ende 2006 als Geschäftsführerin des Nordkollegs in Schleswig-Holstein.

Die Entscheidung wird Ende Juni fallen

Die Ex-Leiterin des Kulturamtes und Volkshochschule Isny studierte in Tübingen und Uppsala empirische Kulturwissenschaften und Politik, später Kulturmanagement. Ihr Wunschantrieb: In einer Umbruchsituation den Orientierungsprozess der Kultur in der Stadt zu gestalten.

Markus Kienle ist 2009 als Grüner aus dem Gemeinderat ausgeschieden, wurde städtischer Mitarbeiter im Bereich bürgerschaftliches Engagement und Sozialplanung. Kienle, 1963 geboren, studierte Pädagogik und Kulturwissenschaft, konzipierte im Roxy etliche Jahre das gesellschaftspolitische Programm und arbeitete projektmäßig auch beim Donaufest mit. (roma)

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