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09. Juni 2010 04:44 Uhr

Maka: Belegschaft muss offenbar Federn lassen

Nersingen Der Nervenkrieg um die Zukunft der insolventen Firma Maka in Nersingen geht weiter. Bei der gestrigen Sitzung des Gläubigerausschusses konnten die Teilnehmer noch keinen neuen Investor präsentieren. Das Insolvenzverfahren wurde offiziell am 1. Juni eröffnet. Insolvenzverwalter Prof. Dr. Martin Hörmann hoffte eigentlich (wie berichtet), direkt nach der Eröffnung des Verfahrens einen Käufer präsentieren zu könne, doch offenbar gestalteten sich die Verhandlungen schwieriger als geglaubt.

Der Gläubigerausschuss hat die Insolvenzverwaltung gestern lediglich bevollmächtigt, die Verhandlungen mit allen Interessenten mit dem Ziel fortzusetzen, den Geschäftsbetrieb bis spätestens Ende Juni 2010 auf den neuen Investor zu übertragen. Alle Angebote zielen laut Hörmann darauf ab, den Standort Nersingen "nachhaltig zu stärken und einen großen Teil der Arbeitsplätze" zu erhalten. Wie groß dieser Teil sein wird, bleibt unklar. Selbst Elmar Heim, der erste Bevollmächtigte der Industriegewerkschaft (IG) Metall und Mitglied des Ausschusses, hält aber inzwischen einen Abbau von Arbeitsplätzen für unausweichlich. Über das Ausmaß sind sich Gewerkschaft und Interessenten nicht immer einig. Immerhin sei - sehr zur Freude der Mitarbeiter - eine Zerschlagung und Verkauf der Firma in Einzelteilen vom Tisch. "Wir sind froh, dass jetzt mehrere Interessenten da sind", sagt der Gewerkschaftler.

Großaufträge kommen trotzdem

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Von zart bis hart würden die unterschiedlichen Sanierungskonzepte gehen. Während manch Käufer gut die Hälfte der Belegschaft entlassen wolle, sehen laut Heim andere Pläne einen sozialverträglichen Abbau von Arbeitsplätzen vor. Heim erarbeitete zusammen mit dem Betriebsrat ein Konzept, das aus Sicht des Gewerkschaftlers einen gangbaren, sozialverträglichen Weg in die Zukunft der Firma ohne soziale Härten aufzeige. Die Krise soll durch eine Ausweitung der Kurzarbeit sowie einer betrieblichen Vereinbarung überstanden werden, die die zu wenigen Aufträge auf mehreren Schultern verteile.

Die Aufträge werden aber offenbar mehr: "In nennenswertem Umfang", so Hörmann, sei die Akquisition von Großaufträgen seit der drohenden Zahlungsunfähigkeit gelungen. Die Insolvenzverwaltung führt den Geschäftsbetrieb wie bisher in vollem Umfang weiter. Die Belegschaft hofft unterdessen, dass bis zur nächsten Sitzung des Gläubigerausschusses, die Ende Juni stattfinden soll, ein Investor gefunden ist, der das Unternehmen in eine sicherere Zukunft führt.

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