Senden Der Wochenmarkt in Senden platzt aus allen Nähten, wenn, wie geplant, zusätzliche 15 Beschicker auf den neuen Marktplatz drängen. Die Verwaltung hielt im Hauptausschuss am Dienstag eine Lösung parat, mit der auch die Freien Wähler und die Grünen einverstanden gewesen wären: Erweiterung um die Fläche des alten Marktplatzes. Dazu wäre eine Satzungsänderung notwendig gewesen. Doch die Beschlusslage war eine andere, nachdem die SPD-Fraktion ihren Antrag eingebracht hatte, dem sich auch die CSU anschloss. So soll die Stadtverwaltung prüfen, inwieweit der neue Marktplatz ergänzend und neu strukturiert optimal genutzt werden kann. Darüber hinaus wurde das Rathaus beauftragt, herauszufinden, inwieweit sich Hauptstraße beziehungsweise Harderstraße dafür eignen, in das Marktgeschehen integriert zu werden. Eine Teilsperrung während der Öffnungszeiten wäre dann unumgänglich.
Wirkung wie ein Magnet
Bürgermeister Kurt Baiker ist viel daran gelegen, dass der Freitagsmarkt in Senden die Bürger anlockt wie ein Magnet. An die Verwaltung seien immer wieder Erweiterungswünsche im Zusammenhang mit einer Attraktivitätssteigerung herangetragen worden. „Der Markt lebt von der Vielfalt. Je mehr Produkte angeboten werden, umso besser der Wettbewerb“, betonte Baiker, der sich allerdings mehr Disziplin von den Anbietern wünscht, die gerne mal ihre Zelte zu schnell abbrechen.
Walter Wörtz (CSU) ging auf einen Wunsch der Marktkaufleute ein, das Geschehen nicht auseinanderzureißen und „aus einer 1a- eine 2b-Lage zu machen“. Zudem reklamierte er die Verkehrssicherheit an dieser Stelle. Der Bürgermeister brachte ein, dass eine teilweise Sperrung der Haupt- oder der Harderstraße überlegenswert sei. Das habe bei der Gewerbeschau einen optisch sehr ansprechenden Eindruck hinterlassen. Dass sich auf dem neuen Marktplatz noch irgendeine Fläche für die Fieranten auftut, die sich bei der Stadt beworben haben, bezweifelte Baiker indes.
Auf Reaktion der ansässigen Geschäftsleute gespannt
Anton Leger (BiSS) erklärte, das Augenmerk müsse auf ein breites Sortiment gelegt werden. Er sei auf die Reaktion der ansässigen Geschäftsleute gespannt, wenn zu oft die gleiche Ware angeboten wird. Leger warnte auch vor Straßensperrungen, zudem müsste der Busverkehr umgeleitet werden.