Spezialisten nehmen öffentliche Gebäude unter die Lupe
Pfaffenhofen Mit „kommunalem Energiemanagement“ (KEM), durchgeführt durch das Energie- und Umweltzentrum EZA, will die Marktgemeinde Pfaffenhofen in den kommenden Jahren Energie und Geld sparen. Die Fachleute aus dem Allgäu sollen darauf schauen, wie sich der Energieverbrauch in den öffentlichen Gebäuden senken lässt. Dazu gehören neben dem Rathaus auch die Hermann-Köhl-Schule samt Außenstelle Beuren, die Alte Schule und das Feuerwehrgerätehaus in Pfaffenhofen sowie die Kindergärten „St. Franziskus“ in Beuren und „Sonnenschein“ in Berg. Die Gemeinde Holzheim und der Wasserzweckverband „Rauher-Berg-Gruppe“ wollen sich anschließen, sodass die Förderanträge gebündelt eingereicht werden können.
Circa 8000 Euro Kosten pro Jahr
Die Kosten für das kommunale Energiemanagement durch EZA belaufen sich für die Marktgemeinde pro Jahr auf rund 8000 Euro, allerdings gibt es dafür eine staatliche Förderung von 40 Prozent. „Nicht teuer“, fand Rat Markus Werwein (CSU). „Falls es etwas bringt, haben sich die Kosten schnell amortisiert.“
Die Laufzeit ist zunächst auf drei Jahre beschränkt. In dieser Zeit soll dadurch gespart werden, dass die Energiefachleute zunächst den Status der Gebäude regelmäßig kontrollieren und analysieren. Die Optimierungsvorschläge, die sich anhand der Ergebnisse ergeben, sollen dann kontinuierlich umgesetzt werden. So wertet EZA beispielsweise die Zählerstände aus oder schaut sich regelmäßig die Heizanlagen an und sucht nach Möglichkeiten, wie sie besser und effektiver eingestellt werden können. „EZA begleitet die Maßnahmen während der drei Jahre und kontrolliert, inwieweit sie den gewünschten Erfolg bringen“, erklärte Bürgermeister Josef Walz.
Für EZA habe gesprochen, dass die Experten aus Kempten auf dem Gebiet des KEM federführend seien und über das meiste Know-how verfügten. „Wir haben uns an den Referenzen orientiert“, antwortete Walz auf eine entsprechende Frage von Rat Michael Klotz von der Wählergemeinschaft Biberberg-Balmertshofen.
„Fehlende Konstanz“ kritisiert
Die Räte Paul Abt von der Wählergemeinschaft Roth-Berg, Anton Rupp (CSU), Johann Kast (SPD) und Franz Walk (FWG) riefen in Erinnerung, dass in früheren Jahren bereits einzelne Energiesparmaßnahmen durchgeführt worden waren und fragten nach dem Sinn des neuen Projekts. „Das kommt offensichtlich in gewissen Abständen in Mode“, sagte Kast und kritisierte fehlende Konstanz auf diesem Gebiet. „Wie wir das in Zukunft weiter verfolgen, liegt ganz bei uns“, betonte der Bürgermeister daraufhin.
Das Gremium entschied gegen die Stimmen von Paul Abt und Michael Klotz, das Energiesparmanagement durchzuführen. (uwt)
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: