Startseite
Icon Pfeil nach unten
Neu-Ulm
Icon Pfeil nach unten
Ulm
Icon Pfeil nach unten

Polizei: Mehr verletzte Radler und Motorradfahrer

Polizei

Mehr verletzte Radler und Motorradfahrer

  • |
  • |
  • |
    Radler und Motorradfahrer sind laut Statistik voriges Jahr besonders oft bei Verkehrsunfällen verletzt worden.
    Radler und Motorradfahrer sind laut Statistik voriges Jahr besonders oft bei Verkehrsunfällen verletzt worden. Foto: Alexander Kaya

    Ulm Einen klitzekleinen Rückgang von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnete die Polizei bei der Zahl der Verkehrsunfälle in Ulm und im Alb-Donau-Kreis 2011. Doch ausgerechnet das gute Wetter voriges Jahr trübt die Statistik. Denn dieses sieht die Ulmer Polizei als Hauptursache dafür, dass deutlich mehr Motorrad- und Fahrradfahrer als im Jahr davor verunglückten. Auch die Zahl der im Straßenverkehr verletzen Kinder und Senioren ist stark angestiegen. Mit Prävention und Kontrollen will die Polizei gegensteuern.

    7226 Verkehrsunfälle registrierten die Beamten 2011. Das sind 15 Unfälle weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Verletzten stieg jedoch um 140 (zwölf Prozent) auf 1329. Das klingt viel, relativiert sich allerdings, wenn man die Zahlen der vergangenen zehn Jahre zugrunde legt – hier liegt der Mittelwert bei fast 1400 Verletzten, also deutlich darüber. Polizeioberrat Wolfgang Müller erklärt das so: Die vergleichsweise kurze Saison im Jahr 2010 habe zu deutlich rückläufigen Zahlen bei den Motorrad- und Fahrradunfällen geführt. Die lange Saison 2011 habe die Entwicklung wieder umgekehrt. Die Zahl der Verkehrstoten ist mit 15 niedriger als in den vergangenen zehn Jahren.

    Laut Statistik verunglückten voriges Jahr 92 Kinder bei Verkehrsunfällen, über ein Drittel mehr als im Vorjahr. Ein zehnjähriger Bub starb, 15 Kinder wurden schwer verletzt, 76 leicht. „Diese Zahlen machen deutlich, wie wichtig es ist, Kinder im Auto richtig zu sichern“, sagte der Ulmer Polizeichef Karl-Heinz Keller. Dennoch versäumten es Eltern immer wieder, ihre Kinder anzugurten. „Sie setzen das Leben ihrer Kinder aufs Spiel“, mahnt Keller. Die Polizei werde regelmäßig bei Kontrollen auf die richtige Sicherung der Kinder achten und konsequent bei Verstößen einschreiten. Zudem setzt die Polizei auf Verkehrserziehung vom Kindergarten an.

    Gemeinsame Aktion für Senioren

    Prävention spielt aber nicht nur bei den jüngsten, sondern auch bei den älteren Verkehrsteilnehmern eine Rolle. Die Zahl der Unfälle mit Senioren ist um 20 Prozent gestiegen. Häufige Ursachen sind Missachten der Vorfahrt oder Fehler beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren. Polizei, Landesverkehrswacht und Apothekerverband informierten voriges Jahr in der gemeinsamen Aktion „Sicher fit unterwegs“ Senioren – beispielsweise darüber, wie sich bestimmte Medikamente auf die Fahrtüchtigkeit auswirken. Weitere gemeinsame Aktionen sind geplant.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden