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Ausstellungsprojekt: Mit Pinsel, Bleistift und Strickliesel

Ausstellungsprojekt

Mit Pinsel, Bleistift und Strickliesel

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    Der Maler Georg Fenkl zeigt im Ulmer Schuhhaussaal eine alte Kratztechnik, aus der kristalline Strukturen mit architektonischen und landschaftlichen Bezügen entstehen. Am Projekt „Bildraumzeit“ nehmen 16 Künstler teil.
    Der Maler Georg Fenkl zeigt im Ulmer Schuhhaussaal eine alte Kratztechnik, aus der kristalline Strukturen mit architektonischen und landschaftlichen Bezügen entstehen. Am Projekt „Bildraumzeit“ nehmen 16 Künstler teil. Foto: Andreas Brücken

    Ulm Einen Hattrick präsentiert Ausstellungsleiterin Monika Machniki mit der neuen Präsentation am Sonntag, um 15 Uhr, im Ulmer Schuhhaussaal: Zum 125. Jubiläum des Kunstvereins gesellt sich „475 Jahre Schuhhaus“. Und dazu kommt noch mit der aktuellen Gruppenausstellung die Premiere eines „Experiments“: Der Renaissance-Saal wird mit 16 Künstlermitgliedern des Kunstvereins bis 9. April zum offenen Atelier.

    Unter dem Motto „Bildraumzeit“ ziehen Künstler von Rhoda Bertz bis Barbara Willar mit unterschiedlichen Arbeiten für dieses Arbeits- und Ausstellungsprojekt an einem Strang. Somit feilen die Künstlermitglieder Schulter an Schulter im Schuhhaussaal mit ihrer Präsenz laut Machniki „an einem neuen Format“: Sie lassen sich über die Schulter blicken, unterbrechen für Gespräche ihren kreativen Fluss, tauschen sich aus oder machen sich durchaus auch Platz, wenn es Mal zu eng wird. Nach einwöchiger Arbeitsphase beginnt am Sonntag nun die vierzehntägige Ausstellungsperiode mit einer Performance des Wahl-Pfuhlers und Letternkünstlers Dietmar H. Herzog und Schauspielern der Theaterwerkstatt Ulm.

    Herzog erarbeitet eigene Texte zeichnerisch. Eine große Lettern-Plane liegt auf dem Holzboden neben Farbtöpfen. An der Wand hängt ein fertiges, installatives Schriftbild, das je nach Standort des Betrachters zum Bewegungsbild wird: „Dein Herzschlag ist das Echo Deiner Bewegungen“. Der Sendener Kunstvereinsvorsitzende und Vöhringer Surrealist Georg Fenkl demonstriert unter seinem malerischen Ölbild „Kopfputz“ eine alte Kratztechnik mit Holzgriffel. Daraus entwickeln sich kristalline Strukturen. Frank Hempel präsentiert fabelhaft übermalte „Abreibungen“ von Schuhhaussaalpfeilern in geheimnisvollen Musterungen. Textilkünstlerin Dorothee Herrmann lässt schwarze Strickblumen aus Pflastersteinen sprießen. Kollegin Ruth Knecht fasst Wollreste aus ihrer Kindheit in recycelte Erinnerungsquadrate. Uli W. Pommer hat ein „vergittertes“ Stillleben auf der Staffelei. Und im Kontrast zu Johanna Hoffmeisters Farbfeldmalerei lässt Max P. Häring von Grundrissen der Blauhöhlen aus seine mythologische Tuschemalerei entstehen, liefert die rumänische Künstlerin Rodica Enck-Radana einen Dialog zwischen fernöstlicher Kalligrafie und westlicher Formensprache.

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