Sonntag, 19. November 2017

05. Juli 2011 00:09 Uhr

Weinhof

Neue Synagoge: Jetzt geht’s richtig los

Seit gestern liegt die Baugenehmigung vor. Finanzierung geklärt. Gemeinde hofft, dass das Gebäude bis November 2012 fertiggestellt werden kann

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Ulm Am 17. März war auf dem Weinhof der symbolische Spatenstich für das neue jüdische Gotteshaus samt Gemeindezentrum. Seitdem war es etwas still geworden. „Da tut sich ja gar nichts mehr“, wunderten sich viele Bürger. Getan hat sich viel, doch zunächst hinter den Kulissen. Jetzt sind die Bagger angerollt. Und seit gestern liegt der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW) – der Bauherrin für das Vorhaben – auch die Baugenehmigung der Stadt vor. „Damit können wir in die konkrete Bauphase eintreten“, sagte Vorstandssprecherin Barbara Traub.

Grund für die Verzögerungen war, dass es innerhalb der IRGW unterschiedliche Auffassungen über die Finanzierung der Ulmer Synagoge gab. Deshalb hat sich die Religionsgemeinschaft an den Zentralrat der Juden und an das Land Baden-Württemberg gewandt, damit diese vermitteln. Die Mitglieder der Repräsentanz – das ist das zuständige Entscheidungsgremium der jüdischen Gemeinde – haben sich daraufhin über das weitere Vorgehen geeinigt.

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Beschlossen wurde, die Synagoge mit Gesamtkosten von bis zu 4,6 Millionen Euro zu bauen. Der Vorstand kann über einen Eigenanteil der IRGW von 1,5 Millionen Euro für die Finanzierung verfügen und zusätzlich einen Zwischenkredit von bis zu zwei Millionen Euro aufnehmen. Im Gegenzug wird für Grundschule, Kindergarten, Jugendarbeit und Religionsschule in Stuttgart zweckgebunden jährlich eine halbe Million Euro zusätzlich zu den laufenden Haushaltsmitteln eingestellt. Die Ulmer Gemeinde plant mit insgesamt 875000 Euro städtischer und staatlicher Förderung für das Bauvorhaben auf dem Weinhof. Außerdem erhofft sich die IRGW Spenden von Ulmer Bürgern und Unternehmen, um das restliche Geld zusammen zu bekommen.

Nachdem auf dem Weinhof inzwischen die Baugrube ausgehoben und für den Neubau vorbereitet wurde, sieht der weitere Fahrplan so aus: Ende Juli soll die Vergabe an einen Generalunternehmer erfolgen. Im August und September ist dann die konkrete Ausführungsplanung vorgesehen. Mit dem Rohbau soll Anfang Oktober begonnen werden. Dieser soll möglichst bis Frühjahr 2012 stehen.

Ziel ist nach wie vor, dass die Synagoge bis zum 9. November 2012 fertig ist – 74 Jahre, nachdem das alte jüdische Gotteshaus von den Nationalsozialisten zerstört wurde. Trotz der bisherigen Verzögerungen zeigte sich Vorstandssprecherin Barbara Traub gestern zuversichtlich, dass dieser Zeitplan eingehalten werden kann.

Neben der eigentlichen Synagoge sollen in dem etwa 17 Meter hohen Neubau verschiedene Einrichtungen des Gemeindezentrums untergebracht werden, beispielsweise ein Veranstaltungssaal, eine Religionsschule, eine Bibliothek, eine Kindertagesstätte und ein Laden mit koscheren Lebensmitteln. Das Gotteshaus soll künftig den Weinhof nach Norden hin abschließen und somit den Platz aufwerten.

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