Witzighausen „Erst als die Bahnbrücke über die Dahlienstraße gesperrt war, ist uns so richtig bewusst geworden, dass im Geh- und Radwegenetz in Witzighausen Lücken sind“, sagt Bürgermeister Kurt Baiker. Der Ausbau, der bislang nicht so relevant erschien, ist nun umso stärker ins Rampenlicht gerückt. In die Vorhaben entlang der Staatsstraße 2019 und in der Weißenhorner Straße investiert die Stadt mehrere hunderttausend Euro.
Fußgänger- und Radfahrer haben wegen der Brückensperrung keine vernünftige Möglichkeit, sich längs der Staatsstraße zu bewegen. Deshalb soll das Radwegenetz um etwa 900 Meter erweitert werden. Hierzu muss das Staatliche Bauamt Krumbach seine Einwilligung geben. Zwischen 350000 und 400000 Euro belaufen sich die voraussichtlichen Kosten. Die Stadt rechnet mit Zuschüssen von bis zu 70 Prozent.
Gefährliche Begegnungen
Eng geworden ist es auf der Weißenhorner Straße, die jetzt als Umleitungsstrecke dient. Autos, Lastwagen, Radfahrer und Fußgänger kommen sich mitunter gefährlich nahe. Zudem stellt der Viadukt eine Engstelle dar. Die Stadtverwaltung schlägt deshalb vor, die Verkehrsströme zu trennen und empfiehlt einen durchgängigen Geh- und Radweg auf der ganzen Strecke. So bestehe zum Beispiel die Möglichkeit, einen der beiden zusätzlichen Bogen des Viadukts für einen Geh- und Radweg zu nutzen. Nach den Vorstellungen der Verwaltung soll ein Entwurf für einen rund 300 Meter langen Weg für Fußgänger und Radler entlang dieses Fahrbahnabschnitts ausgearbeitet werden. An die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) als Betreiber der Bahnstrecke nach Weißenhorn müsse dann ein Antrag auf weitere Nutzung des Viadukts gerichtet werden. Die Baukosten betragen nach grober Schätzung rund 135000 Euro.
Der Bauausschuss befasst sich mit dem Geh- und Radwegenetz in Witzighausen Anfang Mai.