Pläne kommen voran. Bis gebaut wird, vergehen aber noch mehr als drei Jahre Von Michael Ruddigkeit

Ulm Die Pläne für ein neues großes Wohngebiet auf dem Safranberg sind einen weiteren Schritt vorangekommen. Der Bauausschuss des Ulmer Gemeinderats hat gestern einstimmig einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan erlassen. Auf dem Gelände des Universitätsklinikums soll Platz für etwa 430 Wohnungen geschaffen werden. Bis tatsächlich gebaut wird, vergehen aber noch über drei Jahre.
Die Pläne basieren auf dem Siegerentwurf eines städtebaulichen Wettbewerbs, den die Büros Mühlich, Fink und Partner sowie Baron Landschaftsarchitekten für sich entschieden hatten. In der weiterentwickelten Fassung wurde die zur Verfügung stehende Baulandfläche allerdings deutlich von vier auf fünf Hektar vergrößert. Somit können auch mehr Wohnungen gebaut werden.
Psychiatrie bleibt erhalten
Vorgesehen sind Ein- und Mehrfamilienhäuser. Zudem soll das historische Krankenhausgebäude von 1912 umgebaut und für Wohnungen genutzt werden. Ein Großteil der neueren Klinikgebäude wird für die Umgestaltung abgerissen, die Psychiatrie bleibt allerdings erhalten, ebenso das ehemalige Pflegedirektionsgebäude. Die Wohnflächen bilden zwei Spangen, die von großzügigen Biotopen umgeben sind und selbst eine weitere Grünfläche umfassen. Ein Drittel aller Wohnungen sollen vier oder mehr Zimmer haben. Damit will die Stadt vor allem der steigenden Nachfrage von Familien entgegenkommen. Entlang der Heidenheimer Straße ist eine gemischte Bebauung vorgesehen, sodass auch ein Laden untergebracht werden könnte. Insgesamt ist das Quartier zehn Hektar groß.
Die Stadträte zeigten sich durch die Bank angetan von den Plänen, vor allem auch von den sehr großzügigen Freiflächen. Baubürgermeister Alexander Wetzig betonte allerdings, dass dies nicht auf andere Baugebiete übertragbar sei und auch seinen Preis habe: „Das ist eine Toplage. Aber das muss auch bezahlt werden.“
Ein wichtiger Aspekt wird der Lärmschutz sein, denn im Westen des Wohngebiets führt die Bahnlinie Ulm – Stuttgart vorbei.
Der weitere Zeitplan sieht so aus: Mit den Abbrucharbeiten wird noch heuer begonnen. Der Satzungsbeschluss soll nächstes Jahr gefasst werden, danach beginnt die Vermarktung der Klinikgebäude. Mit dem Bau der neuen Häuser wird wohl erst Ende 2015 begonnen.
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