Ausschlaggebend für die Entscheidung sei aber auch das Engagement von Schulleiter Dr. Martin Bader und der Lehrkräfte gewesen. Auch Landrat Erich Josef Geßner unterstützte das Projekt nach Kräften. "Unser Ziel ist es, den Landkreis als Bildungsregion zu etablieren. Der Begabtenstützpunkt ist ein weiterer Baustein hierzu." Denn Bildungsförderung dürfe sich nicht nur auf die breite Masse beschränken, sondern müsse auch die Spitze der besonders begabten in Augenschein nehmen.
"Wir wollen die Besten und die klügsten Köpfe", betonte Schulleiter Bader bei der Vorstellung des Projekts. Um es realisieren zu können, sei die Schule an Unternehmen und Hochschulen herangetreten, um diese als Kooperationspartner zu gewinnen. "Und das klappte sehr gut", so Bader. Unter anderem konnten Firmen wie EADS und Kuka, der Verein Cluster Nutzfahrzeuge Schwaben sowie die Uni Ulm und die Hochschule Neu-Ulm ins Boot geholt werden.
Mit dem Angebot wolle man allerdings keine "autistischen Eierköpfe" heranzüchten, betonte Lepperdinger. Deshalb stünden das Soziale Lernen und das Arbeiten in der Gruppe im Vordergrund. Um Buben und Mädchen gleichermaßen anzusprechen, decken die Kurse verschiedenste Bereiche ab.
Ob ein Schüler für einen Begabtenkurs geeignet ist, hängt nicht nur von seinen Noten ab. Entscheidend sind vielmehr eventuell bereits gewonnene Preise (etwa bei Jugend forscht), das Ergebnis eines Intelligenztests oder eine Stellungnahme der Schule über das Vorliegen einer besonderen Begabung. Zudem ist ein Schulpsychologe ins Auswahlverfahren miteinbezogen.
Bewerbungsverfahren Besonders begabte Schüler können von den Eltern oder der bisherigen Schule vorgeschlagen werden. Bewerbungen sind an das Lessing-Gymnasium zu richten.