Die Polizei warnt vor allem junge Studenten vor Betrügern bei der Wohnungssuche. "Mehrere Verfahren im Raum Günzburg und Neu-Ulm sind derzeit am Laufen", erklärte Jürgen Schweizer, Leiter der Kripo Neu-Ulm, auf Nachfrage von AZ Online. Bei der Augsburger Polizei ist von derartigen Fällen momentan nichts bekannt, sagte Pressesprecher Manfred Gottschalk gegenüber AZ Online.
In den meisten Fällen kommt kein persönlicher Kontakt zustande
Die Masche: In Zeitungsinseraten oder Internetbörsen werden Studentenwohnungen oder Zimmer in Wohngemeinschaften (WGs) oftmals zu sehr günstigen Konditionen angeboten. Teilweise komme ein persönlicher Kontakt mit dem Anbieter zustande, teilweise werden sogar Wohnungen gezeigt. Größtenteils würden Mieter und Vermieter telefonisch, per Post oder über das Internet kommunizieren.
Die Wohnungen und WGs würden teils mit gestellten Fotos und allen denkbaren Legenden beschrieben. Letztlich laufe es immer darauf hinaus, dass der Betrüger eine Anzahlung oder Kaution verlangt, ohne über die Wohnung oder das WG-Zimmer tatsächlich zu verfügen. Den jungen Leuten würden Schäden entstehen, die in den vierstelligen Bereich reichen. Die Polizei tut sich schwer, die Täter zu ermitteln: Sie tarnen sich geschickt.
Niemals einen Mietvertrag unterschreiben, ohne die Wohnung vorher gesehen zu haben
Die Polizei rät deshalb: niemals Vorauszahlungen oder Kautionen leisten, ohne sich zu vergewissern, dass es die Wohnung oder das Zimmer tatsächlich gibt und der Anbieter wirklich über sie verfügt. Man sollte niemals einen Mietvertrag unterschreiben, ohne die Wohnung vorher gesehen zu haben. Man sollte sich nicht unter Druck setzen lassen. Seriöse Anbieter, so die Polizei, hätten kein Problem, ihre Identität nachzuweisen. Im Zweifel sollte man nach einem Ausweis fragen und die Personalien notieren. Außerdem gelte Vorsicht bei scheinbar günstigsten Angeboten. AZ