Ein Mann meldete sich gestern bei der Polizei Senden, um einen Unfall in der Beethovenstraße zu melden. Eine Streife solle vorbeikommen. Dies taten die Beamten auch mehrfach. Personen wurden befragt, von einem Unfall wusste jedoch niemand etwas. Der Anrufer meldete sich hartnäckig immer wieder. Der Umgangston blieb freundlich, wurde aber bestimmter. Den Unfall fanden die Polizisten in der doch recht übersichtlichen Beethovenstraße nicht.
Erst als die Streife der Polizei direkt über Handy den Kontakt herstellte, klärte sich der Sachverhalt auf. Der Unfall ereignete sich tatsächlich in der Beethovenstraße in Senden, jedoch nicht in Senden im Landkreis Neu-Ulm, sondern im 560 Kilometer entfernten Senden in Nordrhein-Westfalen. Die Polizei in Senden in Westfalen fand die Unfallstelle schließlich.
Der Anrufer hatte die Rufnummer der Polizei wohl über das Internet recherchiert und nicht auf die Postleitzahl geachtet. Solche Verwechslungen sind die Ausnahme. Immer wieder trudeln jedoch fehlgeleitete Briefsendungen auf der Dienststelle der Polizei Senden im Landkreis Neu-Ulm ein. (az)