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Vereine: Stadt dreht Geldhahn zu

Vereine

Stadt dreht Geldhahn zu

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    Jürgen Schneider
    Jürgen Schneider

    Senden Ein „Streichkonzert“ dominiert den nächsten Kulturausschuss. Die klammen Finanzen der Stadt machen es notwendig, dass der Geldhahn zugedreht wird. Hauptbetroffene sind die Vereine. Die Zuschusskürzungen betragen zwischen dreißig und fünfzig Prozent.

    Bei der Stadt regiert der Rotstift. Deshalb wird bei den Zuwendungen geknausert. Den größten Verein in Senden, den TV Senden-Ay, trifft es am härtesten: Rund 6000 Euro fehlen in der Kasse. Und zwar zum zweiten Mal binnen zwei Jahren. Der Sprecher der Interessengemeinschaft Sendener Vereine (IGSV) und Vereinsvorsitzende Jürgen Schneider betrachtet diese Entwicklung mit Sorge. „Das lässt sich schon einmal kompensieren“, sagte er. Doch jetzt könne nicht mehr länger gewartet werden, jetzt müsse gehandelt werden. Als Konsequenz aus der Zuschusskürzung kündigt Schneider für nächste Woche eine Beratung beim TV Senden-Ay an, bei der es um Beitragserhöhungen geht.

    Was der Vorsitzende kritisch betrachtet, sind die geplanten Einschränkungen bei den Zuschüssen für die Übungsleiter, von denen der Sportverein etwa sechzig in seinen Reihen hat. Denn nicht nur die Stadt gibt sich dabei zunehmend knausrig, in gleichem Maße hat hierbei auch der Landkreis ein Wörtchen mitzureden, der nocheinmal um den selben Umfang kürzt.

    Aus diesem Grund richtete Jürgen Schneider zusammen mit seinem IGSV-Kollegen Siegfried Schnürle bereits vor etlichen Wochen einen Antrag an den Bürgermeister und die Stadtratsfraktionen. Darin machen sie darauf aufmerksam, dass die Vereinspauschale, die der Landkreis gewährt, nur im vollen Umfang ausbezahlt werden könne, wenn auch die Stadt denselben Betrag bereithält. Andernfalls werde der Zuschuss des Landkreises auf das Zuwendungsniveau der Stadt gesenkt.

    Bei Gebäuden oder Sportanlagen sparen

    Deshalb ihre Bitte: Die Kürzungen sollten so umgesetzt werden, dass keine zusätzliche Beeinträchtigung der Übungsleiterzuschüsse durch den Kreis erfolgt. Zum Beispiel könne beim Aufwendungszuschuss für Gebäude oder auch beim Unterhalt von Sportanlagen stärker gespart werden, lautet der Vorschlag. Aber so würden die hiesigen Vereine, verglichen mit anderen Vereinen im Landkreis, schlechter dastehen, sagt Schneider. Er hofft dass der momentan vielzitierte Aufschwung bald auch bei der Stadt Senden angekommen ist.

    Der Schul- und Kulturausschuss tagt am Dienstag, 17. Mai, im Sitzungssaal des Rathauses. Beginn ist um 19 Uhr.

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