Neu-Ulm/Senden Auch in den kommenden Monaten bleibe die Suche nach einer geeigneten Unterkunft für die Geschäftsstelle des Kreisjugendrings Neu-Ulm aktuell, sagte Vorsitzende Sonja Brückner bei der Frühjahrsvollversammlung in Senden. Nachdem sich die Vorstandsmitglieder schon länger bemüht haben, im Landkreis einen passenden Standort zu finden, wolle man sich nun auf die Stadt Neu-Ulm festlegen. „Wenn wir wachsen wollen, müssen wir in die Kreisstadt“, fand die Vorsitzende, denn dadurch nähmen mehr Jugendliche das Angebot des Kreisjugendrings wahr. Doch die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten gestalte sich schwierig, sodass mit der Stadtverwaltung bereits über die Möglichkeit eines Neubaus beraten wurde. „Wir sind jetzt fast am Ende unserer Macht als Ehrenamtliche, aber wir geben nicht auf“, so Brückner, die sich sowohl bezahlbare als auch mit Bus und Bahn gut erreichbare Räume für den KJR wünscht.
Das Jahresthema wurde bereits umgesetzt
Ein verbindendes Thema als jährliche Richtschnur anstatt vieler unterschiedlicher Projekte, dieses Ziel hat der KJR bereits im vergangenen Jahr umgesetzt. 2011 hat der Vorstand sein Augenmerk auf den Bereich der Zivilcourage gerichtet. Workshops, Infostände und Vorträge wurden angeboten, fasste Vorstandsmitglied Natalie Gugler zusammen. Ebenso gab es einen Fotowettbewerb, an dem sich zahlreiche Jugendgruppen beteiligten. Viele Teilnehmer, insgesamt 1174 Kinder, verbuchte der KJR bei den Stadtranderholungen in Weißenhorn, Pfaffenhofen, Bellenberg, Buch und Altenstadt. Gut angenommen werde auch das Verleihangebot des KJR, wo unter anderem GPS-Empfänger und Zelte zur Verfügung stehen.
Der Jugendtreff in Weißenhorn, der vom KJR betrieben wird, „platzt aus allen Nähten“, sagte die zuständige Pädagogin Sandra Axmann. Rund 30 Besucher sind regelmäßig dort, zum Programm gehören Ausflüge, Feiern und gemeinsames Kochen.
Tipps für Veranstalter von Feiern in Broschüre
Lob bekamen die Organisatoren für die im Herbst erschienene Broschüre „Mach´s richtig“, die wichtige Tipps für Veranstalter von Feiern enthält. „Sie sollte für alle Veranstalter zur Pflichtlektüre werden“, empfahl Walter Gentner als Vertreter des Sendener Rathauses. Die Broschüre habe zwar für Mehrausgaben gesorgt, so Kassiererin Gisela Gnannt, diese konnten aber durch höhere Einnahmen gedeckt werden. Insgesamt sei der Haushaltsplan „recht gut eingehalten worden“, zumal mehrere Sponsoren das Projekt Zivilcourage mitfinanziert haben. Der Zuschusstopf des KJR sei ausreichend bemessen. Da nicht alle Zuschüsse abgerufen wurden, beschloss die Versammlung veränderte Richtlinien, nach denen die Ausbildung von Jugendleitern stärker gefördert und Erste-Hilfe-Kurse in den Förderkatalog aufgenommen werden.
Für 2012 soll die politische Bildung im Mittelpunkt der Aktionen stehen. „Wir haben uns damit eine große Aufgabe gestellt“, sagte Vorsitzende Sonja Brückner. Jugendgerecht aufbereiten wollen die Verantwortlichen das Thema beispielsweise bei einer Podiumsdiskussion mit Politikern. (ahoi)