Freitag, 24. Mai 2013

04. Mai 2012 12:06 Uhr

Saisonauftakt

Startschuss für den Badespaß

Am Samstag öffnet das Weißenhorner Freibad nach vierwöchigen Vorbereitungen Von Florian Ankner

Weißenhorn Am Samstag ist es wieder so weit: Das städtische Freibad in Weißenhorn öffnet seine Drehkreuze. Damit die Badegäste den beherzten Sprung ins kühle Nass wagen können, mussten Schwimmmeister Bernd Badack und sein Team kräftig anpacken: Schon vier Wochen vor der Eröffnung begannen sie damit, das Bad aus seinem Winterschlaf zu holen und es für den Sommer zu wappnen. Derzeit muss noch Unkraut gezupft und das Becken auf angenehme Temperatur geheizt werden.

Anfang April begannen die Arbeiten rund ums Bad. Zuerst wurden die sogenannten Schwallwasserbehälter gereinigt – in ihnen wird das Überlaufwasser aus den Becken gesammelt, gefiltert und dann zurück in die Becken gepumpt. „Das ist wichtig, denn sonst könnte es später zu Verunreinigungen des Wassers kommen“, sagt Schwimmmeister Badack.

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Frühjahrsputz der Becken dauert jeweils eine Woche

Dann erhalten die beiden Becken ihren Frühjahrsputz: Das dauert. „Für jedes brauchen wir mindestens eine Woche“, erläutert Badack. Die Reiniger gehen nach Plan vor: Wasser ablassen, Becken schrubben, Ablaufrinnen reinigen. Zudem müssen die Dichtungen überprüft und bei „kleinsten Mängeln“ ausgetauscht werden. Dabei dürfen die Mitarbeiter nicht trödeln, weiß Badack: „Wenn kein Wasser in den Becken ist, fehlt ihnen der Schutz vor den Umwelteinflüssen.“ Die Folge: In dieser Zeit fallen einige Überstunden an. Auch das anschließende Einlassen des Wassers ist eine langwierige Angelegenheit. So dauert es eineinhalb Tage um das Nichtschwimmerbecken zu füllen, das Schwimmerbecken läuft innerhalb von zweieinhalb Tagen voll.

Die Badegäste sollen es wohlig warm haben: Die Becken werden auf eine Temperatur von 24 Grad Celsius geheizt. Dies funktioniert in Weißenhorn „sehr entspannt“, so Badack. Das Bad besitzt eine Heizung. Nach zwei Tagen ist aus dem kühlen Nass ein angenehm warmes Nass geworden. Doch die Mitarbeiter setzen nicht immer auf die Heizung: „Wenn es draußen heiß ist, dann übernimmt die Sonne einen großen Teil der Arbeit“, erläutert der Schwimmmeister.

Doch nicht nur die Becken müssen für den Ansturm von bis zu 3000 Besuchern pro Tag gewappnet sein: Auch die Rasenflächen wollen in Form gebracht werden. Derzeit sind bis zu fünf Mitarbeiter des städtischen Bauhofes zu Gange. Die Steinplatten der Wege werden von unerwünschtem Grünzeug befreit, Blumenbeete und Hecken mit einigen Handgriffen zum Hingucker. „Man möchte ja schließlich auch was fürs Auge haben“, sagt eine Mitarbeiterin des Bauhofs. Das gilt auch für den Eingangsbereich, der in diesen Tagen frisch gestrichen wird. „Während des Winters werden die Wände immer wieder verunreinigt, das sieht dann nicht so schön aus“, sagt Badack.

Für Schwimmmeister Badack heißt es ab Samstag: wachsam sein. Schließlich sollen die Badegäste sicher schwimmen – und müssen sich deshalb an „Spielregeln“ halten. Jüngere Besucher schlagen mitunter über die Stränge, „doch das ist die Ausnahme“, so Badack.

Auch wenn das Wetter laut Vorhersage eher wechselhaft werden könnte – das Freibad wird am Samstag öffnen. „Nur wenn es ganz verrückt spielt, muss der Start verschoben werden.“

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