Ein zehnköpfiges THW-Einsatzteam zog einen Baum aus der Donau, der sich an einem Pfeiler der Eisenbahnbrücke zwischen Ulm und Neu-Ulm verfangen hatte.

Neu-Ulm Auf Anforderung der Feuerwehr Neu-Ulm beseitigte am Mittwochabend ein zehnköpfiges THW-Einsatzteam einen großen Baum, der sich an einem Pfeiler der Eisenbahnbrücke zwischen Ulm und Neu-Ulm verfangen hatte.
Das Donauhochwasser der letzten Tage hatte den etwa 15 Meter langen Stamm an den äußeren Pfeiler der Eisenbahnbrücke auf Neu-Ulmer Seite geschwemmt. Der Baum stellte nach Expertenansicht eine Gefährdung für Wassersportler dar, da sie von der Strömung leicht unter das Hindernis hätten gedrückt werden können. Zudem war der Stamm auch für Ausflugsschiffe auf der Donau nicht ungefährlich.
Die Feuerwehr Neu-Ulm alarmierte am frühen Abend nach vorheriger Kontaktaufnahme mit dem Wasserwirtschaftsamt und der Deutschen Bahn das THW Neu-Ulm, um die Gefahr zu beseitigen. Aufgrund der starken Strömung und des hohen Gewichtes des Baumes schied eine Bergung mithilfe der Seilwinde des THW-Gerätewagens aus. Um das Risiko für die THW-Helfer zu minimieren, wurde die schrittweise Zerlegung des Stammes als die bessere, wenngleich aber auch zeitaufwendigere Option gewählt.
Die stark schwankende Wassertiefe an der Einsatzstelle und die - bedingt durch die Düsenwirkung zwischen dem Pfeiler und dem Ufer - verstärkte Strömung sind für Einsatzboote problematisch. Jederzeit könnten die empfindlichen Schrauben der Außenbordmotoren beschädigt werden. Das Zerkleinern des Stammes von einem parallel fahrenden Boot wurde deshalb verworfen.
Die sicherste Variante stellte daher das Abseilen der Einsatzkräfte von der Eisenbahnbrücke dar. Zwei besonders erfahrene und hierfür ausgebildete THW-Spezialisten übernahmen diese Aufgabe. Ein Schlauchboot des THW sicherte hierbei stromaufwärts die Einsatzstelle und die beiden Männer ab.
Mit einer Motorsäge wurden zunächst größere Äste des ausladenden Baumes abgetrennt, bevor der Hauptstamm selbst zerkleinert wurde. Die Baumteile trieben jeweils ab und wurden dann im sicheren tiefen Wasser von einem großen THW-Arbeitsboot aufgefangen und gesichert. Zum Abschluss des rund vierstündigen Einsatzes wurden die Baumteile stromabwärts geschleppt und am Donauufer sicher vertäut, bis die Bergung mithilfe eines Kranes erfolgen kann. (az)
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