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Disco: Tanz-Tempel hat Pforten geschlossen

Disco

Tanz-Tempel hat Pforten geschlossen

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    Die Disco „Orient Palace“ und der „Club 35“ haben geschlossen. Scheinbar lässt der Zulauf zu wünschen übrig.
    Die Disco „Orient Palace“ und der „Club 35“ haben geschlossen. Scheinbar lässt der Zulauf zu wünschen übrig. Foto: Foto: Andreas Brücken

    Senden Die Sendener Polizei dürfte erst mal aufatmen. Denn in der Disco „Orient Palace“, zu der auch der „Club 35“ im gleichen Haus in der Berliner Straße 23 gehört, hat sich’s ausgetanzt. Der Treffpunkt vor allem für türkischstämmige Jugendliche war immer wieder wegen Auseinandersetzungen ins Rampenlicht der Öffentlichkeit geraten (siehe Infokasten). Die Polizei hatte die Auflagen verschärft. Doch das war für Inhaberin Kadriye Dursun aus Ebersbach-Fils kein Grund, die Pforten des Tanz-Tempels zu schließen. Vielmehr beklagt sie einen zunehmenden Gästeschwund. Die finanzielle Situation habe es nicht zugelassen, die Disco weiter zu betreiben. Jetzt sucht sie einen Nachfolger.

    Seit etwa Mitte März sind „Orient Palace“ und „Club 35“ geschlossen. Schon bei der Neueröffnung vor elf Monaten schalteten sich Polizei und Landratsamt ein. „Wir verfolgen einen strikten Kurs“, sagt der kommissarische Leiter der Polizeistation Senden, Thomas Merk. Gemeinsam mit der Genehmigungsbehörde werde darauf geachtet, dass die Auflagen vonseiten des Betreibers eingehalten werden. Auch Kleinigkeiten würden im Auge behalten. „Wenn’s nicht funktioniert, gibt es entsprechend Bußgelder“, betont Merk. Negatives Verhalten werde dokumentiert und aufgrund der Ergebnisse neue Maßnahmen überlegt.

    Im Fall der Disco „Orient Palace“ und „Club 35“ sei die Polizei stets sehr präsent gewesen. Auch die eingesetzten Security-Leute seien überprüft worden, wobei der eine oder andere eine Ablehnung erhalten habe.

    Zahl der Ordner fast verdoppelt

    Der Polizeioberkommissar verweist auf viele Gespräche mit dem Betreiber. Trotzdem habe es nicht funktioniert. Als Konsequenz daraus wurde die Zahl der Ordner fast um das Doppelte auf zehn erhöht, was finanziell nicht unerheblich zu Buche schlägt, und der Einbau einer komplett neuen und umfangreicheren Video-Überwachungsanlage gefordert.

    Merk kann nicht verstehen, weshalb es so überhaupt weit kommen muss. Schließlich sei es für einen Disco-Inhaber alles andere als werbewirksam, wenn Gäste um ihre Gesundheit fürchten müssten. Das Vorgehen von Polizei und Landratsamt, die auch im Sinne einer Nachhaltigkeit zu verstehen seien, hätten bislang stets den gewünschten Erfolg gebracht.

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