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28. August 2011 11:25 Uhr

Kirche

Und nächstes Jahr wird er Priester

Wullenstetter Stefan Bosch zum Diakon geweiht Von AHOI

Der Wullenstetter Stefan Bosch (Mitte) am Wochenende nach seiner Weihe zum Diakon mit dem Erzabt des Klosters, Jeremias Schröder (rechts) und Bischof Marian Eleganti aus Chur.
Foto: Häusler

Senden Mönch zu werden, ist eine Entscheidung, die viele seiner Altersgenossen nicht nachvollziehen können – der Wullenstetter Stefan Bosch hat sie dennoch getroffen. Am Wochenende wurde er in der Erzabtei St. Ottilien nahe Landsberg zum Diakon geweiht, kann damit Aufgaben wie Predigt, Taufen und auch Segnungen übernehmen. Mit der Weihe wurde er nun in den Klerus aufgenommen.

Der Termin für die Priesterweihe von Stefan Bosch steht schon jetzt fest: der 26. Mai 2012. Eine Woche später soll in Wullenstetten die Primiz stattfinden. Darauf freut sich Pfarrer Anton Maric, der mit weiteren Katholiken aus dem Ortsteil nach Ottilien gekommen war, schon jetzt. Denn seit 270 Jahren, das haben Recherchen ergeben, gab es keinen Priester mehr, der aus Wullenstetten stammte.

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Bereits im Jahr 2005 trat der jetzt 36-jährige Bosch in den Orden der Benediktiner ein, absolvierte seither in München und Rom sein Studium der Theologie und Philosophie. Viel Zeit verbrachte der Wullenstetter während der vergangenen Jahre also nicht im Kloster selbst. „Der normale Klosteralltag geht für mich eigentlich erst noch los“, sagt der promovierte Physiker, der vor dem Eintritt in den Orden an verschiedenen Universitäten in Deutschland und dem Ausland studiert und gearbeitet hatte.

Er fühle sich wohl in der Klostergemeinschaft, berichtet Bosch. Vom kommenden Schuljahr an wird er an einem Gymnasium unterrichten und gleichzeitig eine pädagogische Ausbildung erhalten. Mathematik, Physik und Religion sollen die Unterrichtsfächer sein.

Zuvor hatte er als Postulant und Novize mit den insgesamt 120 Benediktinermönchen in St. Ottilien gelebt und das Klosterleben kennengelernt. Dazu gehört ein fester Tagesablauf, der morgens um fünf beginnt, gemeinsame Gebete und natürlich die Arbeit. Stets unter dem benediktinischen Leitsatz, in allem Gott zu verherrlichen. Und er erhielt vom Orden einen neuen Namen: Timotheus.

Die endgültige Eingliederung in die Klostergemeinschaft erfolgte mit der „ewigen Profess“ im vergangenen Jahr. Die Diakonenweihe geschah nun in einem feierlichen Gottesdienst durch Weihbischof Marian Eleganti aus Chur. (ahoi)

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