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Ulm: Uniklinikum schreibt rote Zahlen

Ulm

Uniklinikum schreibt rote Zahlen

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    Das Universitätsklinikum Ulm ist in die roten Zahlen gefahren. Im vorigen Jahr machte das Krankenhaus einen Verlust von 6,8 Millionen Euro.
    Das Universitätsklinikum Ulm ist in die roten Zahlen gefahren. Im vorigen Jahr machte das Krankenhaus einen Verlust von 6,8 Millionen Euro. Foto: Alexander Kaya

    Die Patientenzahlen haben nicht so stark zugenommen wie erhofft. Deshalb konnten die gestiegenen Kosten nicht ausgeglichen werden. Jetzt will die Klinikleitung gegensteuern. Zehn Millionen Euro sollen dieses Jahr eingespart werden. Zwar soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Dennoch sollen bis zu 50 Stellen gestrichen werden.

    Frei werdende Stellen werden vorläufig nicht mehr besetzt. Das sorgt für Unruhe in der Belegschaft. Denn für die Mitarbeiter bedeutet der Einstellungsstopp natürlich Mehrarbeit.

    Zudem sollen sämtliche Vorhaben und Ausgaben auf den Prüfstand kommen, beispielsweise der Einsatz medizinischen Verpackungsmaterials. Die Pflege und medizinische Versorgung soll nicht darunter leiden. „Zum jetzigen Zeitpunkt wird kein Patient merken, dass wir ein negatives Betriebsergebnis haben“, sagte Portius. Auch auf den Neubau der Chirurgie wirke sich der Verlust nicht aus.

    Das Klinikum hatte voriges Jahr wegen der zunächst deutlich steigenden Patientenzahlen 40 Vollzeitstellen mehr besetzt, auch die höheren Tarifabschlüsse schlugen stark zu Buche. Insgesamt stiegen die Personalausgaben voriges Jahr um 4,8 Prozent, das sind etwa 11,7 Millionen Euro. Zudem wuchsen die Kosten für medizinisches Verbrauchsmaterial, unter anderem durch allgemeine Preissteigerungen, aber auch durch den Einsatz innovativer Therapieverfahren. Die Energiekosten stiegen um 9,1 Prozent, also rund eine Million Euro.

    Der Umsatz des Universitätsklinikums ist 2011 im Vergleich zum Jahr davor zwar gestiegen – aber weniger stark als geplant, nämlich nur um 1,9 Prozent als um sechs bis sieben Prozent wie in den Jahren davor.

    „Das Klinikum muss 2012 die Kosten senken, die Situation zwingt zum Handeln. Wenn wir alle gemeinsam entsprechend gegensteuern, ist sie für unser gesundes Unternehmen derzeit nicht bedrohlich“, sagte der Leitende Ärztliche Direktor des Klinikums, Prof. Dr. Reinhard Marre.

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