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26. Februar 2011 00:00 Uhr

Jugend forscht

Von Burgermaschinen und Plagiatsaffären

Rekord an Anmeldungen. Arbeiten sind am heutigen Samstag zu bestaunen

Eine „Hamburger-Belegmaschine“ wurde von Simon Maier, Till Möhren und Adrian Schauch hergestellt. Die Schüler aus Blaustein zeigten, dass das Ding auch wirklich funktioniert.
Foto: Kerstin Junginger

Ulm Vom Müsli-Mischapparat über die Eieranmalmaschine bis hin zum Gummibärchenkleber: Junge Forscher aus der Ulmer Region waren auch in diesem Jahr wieder kreativ und fleißig am Tüfteln. 92 Kinder und Jugendliche zeigen dieser Tage bei „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ in der Donauhalle ihre Arbeiten.

Die zwölf- und 13-jährigen Schüler Simon Maier, Till Möhren und Adrian Schauch haben beispielsweise eine „Hamburger-Belegmaschine“ hergestellt. „So können wir zu Hause ganz leicht selbst Burger belegen“, freuen sich die Schüler aus Blaustein.

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Die Innovationsregion Ulm ist dieses Jahr zum achten Mal Pate und Organisator des Wettbewerbs. Vorstand Otto Sälzle betont, wie wichtig dieser Wettbewerb für die Region sei: „Unsere Stadt benötigt Fachkräfte und junge Menschen, die Interesse und Spaß an der Technik haben.“ Auch Uschi Knapp teilt diese Meinung. „Hier wird die Elite für unsere Zukunft gesucht“, sagt die Patenbeauftragte der Innovationsregion Ulm. „Im Jahr 2004 sind wir mit 30 Teilnehmern gestartet, und heute sind 43 Gruppen mit 92 Teilnehmern dabei.“

Versuche, zu schummeln, gibt es leider nicht nur bei bekannten Politikern, sondern auch bei Nachwuchsforschern. Allerdings sind diese Fälle die absolute Ausnahme. Zwei Gruppen versuchten, die Juroren durch Plagiate auszutricksen. „Schnell sind wir im Internet fündig geworden und konnten die Gruppen sofort disqualifizieren“, sagt Wettbewerbsleiter Michael Roosz. „Das Literaturverzeichnis wird immer genauer geprüft, da diese fragliche Arbeitsweise bedauerlicherweise auch hier auf Anhänger trifft“, so Roosz. Dafür seien die anderen Schüler mit sehr viel Mühe und Ehrgeiz dabei. „Wir haben zwar mit unserem Lehrer darüber diskutieren müssen, aber eigentlich war er schnell von unserer Idee und unserem Engagement überzeugt“, sagen die beiden 19-jährigen Freunde Tobias Schick und Simon Stephany aus Steinberg im Alb-Donau-Kreis. Für ihr Projekt „Neuartige Anwendungen von Piezo-Wandlern“ haben die beiden unter anderem Einlagen erfunden, die man künftig als Massagesohlen verwenden kann.

Die Arbeiten des Regionalwettbewerbs sind am Samstag, 26. Februar, in der Zeit von 10.30 Uhr bis 15 Uhr im Foyer der Donauhalle zu besichtigen. Ab 15 Uhr beginnt die Feierstunde mit der Preisübergabe. Die Regionalsieger reisen dann im März und April zu den Landeswettbewerben und haben dort die Möglichkeit, sich für den Bundeswettbewerb im Mai in Kiel zu qualifizieren. Neben der Möglichkeit, an weiteren Wettbewerben mitzuwirken, stellen zahlreiche Firmen aus der Region Sach- und Geldpreise sowie Schnupperpraktika für die jungen Forscher zur Verfügung. (kej)

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