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Umfrage: Was Unternehmer an Ulm stört

Umfrage

Was Unternehmer an Ulm stört

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    Regionales Manko: Auf dem Land ist das Internet lahm wie eine Schnecke.
    Regionales Manko: Auf dem Land ist das Internet lahm wie eine Schnecke. Foto: Uwe Zucchi

    Ulm 1367 Unternehmer der Region haben gesprochen: Die hohen Strompreise, der Mangel an Fachkräften, die hohen Kommunalabgaben und die hohen Gewerbesteuern, teure Gewerbeimmobilien und das lahme Internet durch eine schlechte Breitbandversorgung, sind die Faktoren, die für den meisten Verdruss sorgen.

    Dies ergab eine gestern vorgestellte „Umfrage zur Zufriedenheit mit dem Standort“ im Auftrag der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ulm. Auch eine Schulnote wurde vergeben: Die IHK-Region erhielt eine 2,0. Bereits vor fünf Jahren wurde eine derartige Studie erstellt. Damals gab’s nur eine 2,7.

    Die Unternehmen haben insgesamt zu 29 Standortfaktoren aus den Themengebieten Arbeitskräfte, Standortkosten, Verkehr sowie weiteren harten und weichen Standortbedingungen ein Urteil darüber abgegeben, welche Bedeutung einzelne Rahmenbedingungen für sie haben und wie zufrieden sie damit sind. Dadurch lassen sich interkommunale Vergleiche ziehen.

    Auch wird deutlich, bei welchen Themen seit 2007 der Handlungsdruck größer geworden ist. 18 der abgefragten Standortfaktoren genießen bei den Unternehmen eine hohe oder sehr hohe Priorität. Dabei ragen drei Faktoren in ihrer Bedeutung besonders heraus: Verfügbarkeit von DSL/Breitbandanbindung, Versorgungssicherheit beim Strom sowie die überregionale Erreichbarkeit über die Straße.

    Der ländliche Raum drohe abgehängt zu werden

    Insbesondere das Unternehmertum im ländlichen Raum sieht Otto Sälzle, der Hauptgeschäftsführer der IHK unter Druck. „Es besteht dringender Handlungsbedarf.“ Gerade die Gegenden fern jeder Autobahn (meist an der chronisch überlasteten B 311) und Breitbandversorgung, würden die höchste Unzufriedenheit vorweisen. Als das „zentrale Thema“ für die Zukunftsfähigkeit von Firmen auf dem Land benannte Sälzle zudem das Thema öffentlicher Nahverkehr. „Die Verkehrserschließung ist die Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Prosperität.“

    In Sachen Verkehrserschließung und Breitbandversorgung ist Ulm gut aufgestellt. Nur was das Angebot zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Kindergärten, Krippen) angeht, liegt die Stadt Ulm im Vergleich mit anderen Gemeinden, Städten und Kreisen im Regierungsbezirk im hinteren Drittel. Sälzle erneuerte seine Kritik an einer nach wie vor schlechten Versorgungssituation in Ulm, die auch ein „Standortnachteil“ sei. Im hinteren Drittel liegt Ulm auch, was die Versorgung mit Wohnraum angeht.

    Es gibt freilich auch positive Seiten an der Region, die Unternehmer loben: Besonders gut schneiden die Sport- und Freizeitmöglichkeiten, die Umweltqualität, das Image der Region und die Einkaufsmöglichkeiten ab. Auch mit der Versorgungssicherheit beim Strom zeigen sich die Betriebe derzeit insgesamt zufrieden.

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