Senden Im Jahr 2012 nimmt das Holzgas-Heizkraftwerk in Senden seinen Betrieb auf. Doch schon jetzt herrscht eine rege Nachfrage nach Wärme, die künftig in der Anlage produziert wird. Die Zahl der Interessenten wächst. Bislang gibt es acht feste Kunden. Im Herbst wollen die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) das Fernwärmenetz in Senden bei einer Informationsveranstaltung vorstellen und die Werbetrommel für die umweltfreundliche Energieerzeugung kräftig rühren.
Von etwa „15 größeren Interessenten“ spricht Heinrich Mangold von den Stadtwerken. Der Fachmann für den Vertrieb von Wärmedienstleistungen und Fernwärme freut sich auch über die Resonanz aus dem privaten Bereich und führt viele Gespräche mit Hausbesitzern.
Auch Inhofer zeigt Interesse
Unter den Interessenten mit mehr Bedarf ist auch die Firma Inhofer. Sie sucht für die Wohnanlage „Rosengarten“, die sich gerade im Bau befindet, eine Wärmeversorgung. Mit Betrieben in der unmittelbaren Nachbarschaft des Heizkraftwerks sei ebenfalls Kontakt aufgenommen worden. Bei den acht festen Kunden handelt es sich um Firmen im Sendener Gewerbegebiet St.-Florian-Straße. Sie müssen die Wärme von den SWU beziehen, denn es gibt einen Anschluss- und Benutzungszwang. Bei der Info-Veranstaltung, die nach den Sommerferien stattfinden soll, wird aufgezeigt, wie das Ausbaukonzept des Fernwärmenetzes aussieht. So ist zum Beispiel die erste Leitung, die in Angriff genommen wird, bis zur „Kirchensteige“ hin vorgesehen. Dass die Arbeiten am Holzgas-Heizkraftwerk wie geplant vorangehen, berichtet Matthias Vitek, der bei den Stadtwerken für den Bau zuständig ist. In der Anlage laufen derzeit die letzten Rohrleitungsmontagen, Aggregate werden angeschlossen. Die Biodieselmotoren zur Stromproduktion sollen Ende Juli erstmals gestartet werden, „unter Strom“ steht das Werk zum ersten Mal bei der sogenannten „Betriebssetzung“ bereits einige Wochen zuvor. Am 20. Oktober kann dann nach Schätzung von Vitek der Probebetrieb beginnen.