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06. Februar 2012 12:12 Uhr

Basketball-Bundesliga

Das Wunder von Gießen

Ulm muss auf Dane Watts verzichten, hat beim Rebound klar das Nachsehen, trifft wieder schlecht von draußen und feiert trotzdem den siebten Sieg in Serie Von Pit Meier

Auch ein Triumph des Willens: Per Günther (am Ball gegen Wayne Bernard) und seine Ulmer trotzten in Gießen allen Widrigkeiten und feierten den siebten Sieg in Serie.
Foto: Imago

Gießen Nach den Statistiken grenzt der 76:70-Sieg der Ulmer Bundesliga-Basketballer in Gießen fast an ein Wunder. Die Ulmer hatten beim Rebound mit 30:40 das Nachsehen und sie trafen bei 19 Versuchen nur vier Dreier. Zwei weitere wichtige Werte allerdings sprechen klar für den Tabellenzweiten, der in Hessen den siebten Sieg in Serie einfuhr: sieben Ballverluste und neun Ballgewinne für Ulm, stolze 17 und zwei bei Gießen.

Die ungewohnt schwache Reboundbilanz immerhin ist einfach zu erklären. Dane Watts hatte sich am Donnerstag im Training eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen und musste passen. Von der Dreierlinie dagegen schwächelten die Ulmer nun schon im dritten Spiel nacheinander und Isaiah Swann trifft sogar seit vier Spielen fast gar nichts mehr. Null Treffer bei acht Versuchen waren es diesmal und insgesamt kommt der Amerikaner damit von draußen auf eine Bilanz von sage und schreibe einem Dreier bei 26 Schüssen.

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Was am Samstag niemandem im Ulmer Lager die Laune verdarb. In Gießen haben schließlich in dieser Saison andere Spitzenmannschaften wie Bamberg und Quakenbrück verloren und der Ulmer Trainer Thorsten Leibenath bleibt trotz der miesen Dreierquote ganz gelassen: „Die Würfe sehen gut aus, ich bin da sehr entspannt und überhaupt nicht beunruhigt. Wichtig ist schließlich, dass wir trotzdem die Spiele gewinnen.“

Den entscheidenden Vorsprung spielten sich die Ulmer im dritten Viertel heraus, das sie insgesamt mit 23:13 gewannen. Mit zwei Serien vom 36:39 zum 46:40 (10:1) und vom 46:44 zum 55:44 (9:0) zog Ulm den Hessen den Zahn.

Dane Watts wird zu Beginn dieser Woche untersucht und behandelt, aber ob er im Viertelfinale des Pokals gegen Oldenburg (Mittwoch 20 Uhr) dabei sein kann, entscheidet sich erst kurzfristig. Leibenath rechnet jedenfalls unabhängig vom Mitwirken des Amerikaners mit einer ganz harten Aufgabe: „Ich erwarte ein extrem schweres Spiel, in dem wir 40 Minuten lang kämpfen müssen, als ob es kein Morgen gäbe.“

Karten für das Pokalspiel gegen Oldenburg können online bestellt werden unter www.basketball-ulm.com/tickets

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