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04. Juli 2011 00:03 Uhr

Ein Lächeln nach 100 Kilometern

Jürgen Kiebler mit einer Fabelzeit bei der Ulmer Laufnacht Von Markus Gamm

Ulm-Blaustein Als Jürgen Kiebler am Samstagmorgen um kurz vor halb acht zur Schlussrunde in das Blausteiner Robert-Epple-Stadion einbog, brandete tosender Applaus auf. Ein kurzes Lächeln auf den Lippen, die Arme in Siegerpose zum Himmel gestreckt, dann hatte er es endlich geschafft. Nach 8:18:52 Stunden und 100 Kilometern überquerte der für das Team Dethleffs Isny startende Kiebler als Erster von mehr als 1500 Teilnehmern, die teilweise auch über die 50-Kilometer-Distanz und in den Staffeln an den Start gegangen waren, die Ziellinie. Damit überbot der Allgäuer bei seiner dritten Teilnahme an der Ulmer Laufnacht die Siegerzeit des Vorjahres deutlich um fast 14 Minuten. Der Zweitplatzierte Petru Muntenasu aus Heilbronn vom Team Salomon traf erst 23 Minuten nach Jürgen Kiebler ein.

Mit Stirnlampen und von Radfahrern begleitet

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Beim Massenstart am Freitag um 23 Uhr war das Teilnehmerfeld noch dicht zusammengedrängt. Ausgerüstet mit Stirnlampen traten die bis aus der Schweiz und den Niederlanden angereisten Läufer an. Als Orientierungshilfe in der Nacht dienten neongelbe Markierungspfeile am Boden, Reflektoren auf den Bäumen und zahlreiche Begleitfahrer auf dem Rad. Über Eggingen führte die Strecke die Teilnehmer zunächst nach Erbach, wo die Donau überquert wurde. Nach einem kurzen Streckenabschnitt an der Iller entlang ging es am Ulmer und Neu-Ulmer Donauufer entlang bis nach Elchingen. Auf dem letzten Drittel der 100 Kilometer mussten die Läufer auf der Alb einige Höhenmeter absolvieren, ehe im Morgengrauen die Schnellsten das Ziel in Blaustein erreichten.

„Wir sind stolz darauf, das einzige 100-Kilometer-Rennen in Deutschland zu veranstalten, das lediglich auf eine Runde angelegt ist“, sagt Organisator Bernd Hummel: „Dadurch sind wir ein Exot unter den Ultra-Läufen.“ Dass sich der Aufwand lohnt, zeigt der erneute Anstieg bei den Meldungen in diesem Jahr. Nachts zu laufen, wenn alles schläft, ist beliebt in der Region. Bei manchen Sportlern eben sogar über 100 Kilometer.

Die Sieger:

100 Kilometer Männer: Jürgen Kiebler (Team Dethleffs Isny) 08:18:52 Stunden.

100 Kilometer Frauen: Silke Konold (LT Herbrechtingen) 09:32:22.

50 Kilometer Männer: Florian Böhme (LG Filstal) 03:27:52.

50 Kilometer Frauen: Lydia Peter 05:15:06.

100 Kilometer Viererstaffel: Laufteam Runnerspoint Ulm I 06:29:11.

100 Kilometer Zweierstaffel: Grenzenloser Einsatz II 08:25:50.

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