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Spatzen: Spielberger als Spielverderber

Spatzen

Spielberger als Spielverderber

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    Wieder eine vertane Chance und der Ulmer Johannes Reichert (links) schreit seinen ganzen Frust darüber heraus.
    Wieder eine vertane Chance und der Ulmer Johannes Reichert (links) schreit seinen ganzen Frust darüber heraus. Foto: hhö

    Ulm Der SSV Ulm 1846 Fußball hätte gestern wohl bis tief in die Nacht spielen können und hätte kein Tor geschossen. Am Ende der Oberligapartie im heimischen Donaustadion gegen den abstiegsgefährdeten SV Spielberg stand ein 0:0 und es gab einige lange Gesichter. Wobei sich die Gäste aufgrund ihres Kampfgeistes und ihrer guten taktischen Einstellung das Unentschieden verdient hatten. Da Ulms Verfolger VfR Mannheim – ebenfalls gestern – gegen Bonlanden sicher mit 4:0 gewann, haben die Spatzen nur noch drei Punkte Vorsprung auf die Nordbadener, aber immer noch Meisterschaftschancen.

    Die Spielberger zeigten, dass sie sich nicht nur hinten reinstellen wollen. Ihre Angriffe bargen immer auch Gefährlichkeit in sich. In der Abwehr aber waren sie nicht ganz sattelfest. Auch deshalb ergaben sich gute Chancen für die Gastgeber, das Spiel für sich zu entscheiden. Pechvogel Nummer eins war ohne Zweifel David Braig. Sieben Mal kam er aus – oft sehr guten – guten Positionen zum Schuss oder zum Kopfball, aber nie fand der Ball das Ziel. Die beste Möglichkeit vergab er, als er in der 67. Minute nach tollem Solo und genauem Zuspiel von Johannes Ludmann frei war, sein Schuss aber eher einer Rückgabe glich, so dass der famose Spielberger Torhüter Michael Werner den Ball noch um den Pfosten lenken konnte.

    Aber auch Yannick Agro (7.), Florian Treske (22.), Daniel Reith (30.) oder Elyes Seddiki (57.) und Johannes Reichert (70.) in einer mächtigen Ulmer Drangphase sowie Simon Frank (87.) brachten den Ball nicht im Gästekasten unter.

    Gästespieler Zimmermann setzt einen Kopfball an den Pfosten

    Am Ende hatte Ulm noch Glück, dass der Spielberger Simon Zimmermann einen Kopfball nur an den Pfosten setzte (88.). SSV-Keeper Holger Betz wäre machtlos gewesen. Die Spatzen kämpften, rannten, beeilten sich, waren in der Schlussphase dann aber auch etwas konfus, als der Ball einfach nicht reingehen wollte. „Enttäuscht sind jetzt nur die, die schon die Meisterfeier geplant hatten“, sagte SSV-Trainer Paul Sauter nachher. „Denen kann ich nicht helfen. Aber es gibt auch in Reutlingen Punkte zu holen.“

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