Eine Ausweitung verkaufsoffener Sopnntage ist in Neuburg/Donau kein Thema Von Norbert Eibel

Er ist ein Dauerbrenner und mit schöner Regelmäßigkeit in den Schlagzeilen: der verkaufsoffene Sonntag. Jüngst hatte die Entscheidung des Rainer Stadtrates, die gesetzlichen Schließzeiten an bis zu 40 Sonntagen im Jahr aufzuheben, für Wirbel in Neuburg gesorgt. Davon hätte vor allem die Firma Dehner profitiert. „Bei uns kein Thema“, sagt Vanessa Korn, Geschäftsführerin des Stadtmarketings.
Mittlerweile hat man in Rain nach heftiger Kritik von Gewerkschaft und Kirche einen Rückzieher gemacht: Wie die Firma Dehner mitteilt, wird auf weitere Sonntagsöffnungen verzichtet. „Wir wollen das nicht und arbeiten da auch eng mit der Kirche zusammen“, legt Vanessa Korn die Neuburger Position dar.
In der Bundesladenschlussverordnung ist geregelt, dass Kommunen vier Sonntage im Jahr verkaufsoffen erklären dürfen. Eine Ausnahmeregelung gibt es für anerkannte Kur-, Tourismus- und Wallfahrtsorte. Liegt die Anerkennung des Arbeitsministeriums vor, kann auf bis zu 40 Sonntage ausgedehnt werden.
„Wir nutzen gerade mal zwei von den vier möglichen Sonntagen.“ Dazu komme noch eine lange Nacht beim Late-Night-Shopping. Seitens des Handels sei noch nie mehr gefordert worden. „Ich halte deshalb eine Ausweitung nicht für notwendig. Da ist auch noch nie drüber nachgedacht worden“, sagt die Stadtmarketingchefin.
Übereinstimmung hat Vanessa Korn erst kürzlich beim Treffen der Citymanager in München ausgemacht. „Das war ein großes Thema. Der Tenor war aber, wir wollen nicht an die Sonntage ran.“ Unterwandert werde dieser Konsens viel eher vom Internethandel. Umsatzstärkster Tag im Weihnachtsgeschäft 2011 sei der letzte Adventsonntag gewesen. „Allein Amazon hat da vier Millionen Produkte verkauft.“ Ein Zwiespalt, meint Korn, denn natürlich müssten im Versand sonntags Menschen arbeiten.
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