Rennertshofen Aus zwei geplanten Gruppen werden nun drei. Und aus den geplanten Baukosten von 1,5 Millionen Euro werden 1,8 Millionen. Durch geänderte Förderrichtlinien und einem insgesamt höheren förderfähigen Anteil des Projekts kostet die in Rennertshofen neu und größer geplante Kinderkrippe den Rennertshofener Bürgern nach Abzug der Fördergelder nur knapp 30000 Euro mehr, als die bisher angedachte zweigruppige Krippe.
Seit Monaten wird das Projekt, das in direkter Nachbarschaft zur Rennertshofener Schule entstehen soll, kontrovers diskutiert. Zu groß, zu teuer. Nun wird es ein wenig größer und auch teurer. Aber die Gemeinderäte sind zufrieden. Denn nun gibt es für die 1,8 Millionen Euro in drei Gruppen 36 Krippenplätze. Vorher waren es nur 24 Plätze. „Bei den momentan in unserer Gemeinde lebenden 91 Kindern unter drei Jahren erreichen wir so ein Platzangebot von knapp 40 Prozent und sind damit weit über dem gesetzlich geforderten Drittel“, berichtete Rennertshofens Bürgermeister Ernst Gebert den Gemeinderäten bei der Ratssitzung am Dienstagabend.
Aber nun zu den Kosten, die Architekt Wolfgang Obel den Gemeinderäten darlegte: „Durch geänderte Förderrichtlinien und den gestiegenen Anteil an förderfähigen Kosten steigt der staatliche Zuschuss von bisher 585000 Euro auf knapp 880000 Euro.“ Dafür muss die Gemeinde nun einen neuen Förderantrag stellen. In den Kosten ist der Abbruch des alten Hausmeisterhauses und der Garagen, die an der für die Kinderkrippe gedachte Stelle bisher stehen, bereits enthalten. Wie der planende Architekt vorstellte, sollen alle Gruppenräume die gleichen Licht- und Raumverhältnisse erhalten. Alle sind nach Westen hin ausgerichtet. Dazu kommen ein Betreuungsraum, ein Schlafraum und die Aufenthaltsräume für das Personal.
Diskussion um fehlende Tür zum Schlafraum
Zum Schlafraum gab es noch Diskussionsbedarf. Der habe nur eine Tür in Richtung Flur, so Gemeinderätin Rosemarie Haag. Sie forderte eine weitere Tür in den benachbarten Gruppenraum, damit die Kinderpflegerinnen den Überblick über die Kinder besser behalten könnten. „Diese Tür wollten unsere Experten rund um die Leiterin des Kindergartens gerade nicht“, entgegnete Gebert. Das sei ein großer Fehler, so Haag: „Es wird nicht lange dauern und die Tür wird ihnen fehlen.“ Und Eva Hackenberg regte an, genügend – also mehr – Fahrrad- und Pkw-Parkplätze einzuplanen.
Mit einer Gegenstimme beauftragte der Gemeinderat den Architekten Wolfgang Obel mit der Planung. Theo Rehm hatte gegen die Planungsvergabe gestimmt, weil ihm die Planung des Pultdaches zu unausgereift sei. Der planende Architekt allerdings stellte dafür bereits Verbesserungen und Änderungen bei der Feinplanung in Aussicht.