Nach den Sieg-Heil-Rufen in einem Bierzelt am Barthelmarkt bei Ingolstadt ermittelt die Polizei. Gleichzeitig sind die damaligen Geschehnisse in einem Internet-Video zu sehen.

Nach den Sieg-Heil-Rufen in einem Bierzelt am Barthelmarkt in Oberstimm bei Ingolstadt gibt es erste Konsequenzen: Der Sänger der Stimmungsband hat angekündigt, dass er als Musiker aufhören wird.
Welche strafrechtlichen Folgen die Rufe allerdings haben werden, müssen Kripo und Justiz klären. Gegen den 49-Jährigen laufen Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Wie berichtet, hatte das Bandmitglied gegen 8.30 Uhr am Montag beim Anprosten "Sieg" in die Menge gerufen, das Publikum antwortete lauthals mit "Heil". Kurz danach hatten zwei Frauen noch vor Ort den Fall der Polizei gemeldet. Die Beamten haben daraufhin die Band auf die Nazi-Parolen angesprochen, die Rufe verstummten. In den Jahren zuvor war die Band laut Polizei nicht mit rechten Parolen aufgefallen.
Nicht nur den Musiker erwartet womöglich ein Prozess, die Kripo prüft auch, ob sich nicht auch Zuschauer vor Gericht verantworten müssen.
Denn auf einem Internet-Video ist deutlich zu sehen, wie ein junger Mann seine Hand nach oben streckt. Allerdings hat er das auch schon bei vorangegangenen Stimmungsrufen wie "Zickezacke" - "Hoi, hoi, hoi" getan. (rilu)
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