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Kabarett: Bayrischer Sonnyboy mit Gitarre

Kabarett

Bayrischer Sonnyboy mit Gitarre

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    Mit dem Münchner Roland Hefter hatten die Macher des Fördervereins Karlskron um Dieter Brüderle (rechts) einen echten Publikumsliebling an Land gezogen.
    Mit dem Münchner Roland Hefter hatten die Macher des Fördervereins Karlskron um Dieter Brüderle (rechts) einen echten Publikumsliebling an Land gezogen. Foto: Manfred Reichl

    Karlskron Dank des Fördervereins des örtlichen Sportvereins ist in Karlskron gutes Kabarett schon seit vielen Jahren zuhause. Nun gelang mit der Verpflichtung des Münchner Musikkabarettisten Roland Hefter den Machern erneut ein Coup. Rund zweieinhalb Stunden lang persiflierte der aus Waldperlach stammende, stets gut gelaunte Entertainer mal augenzwinkernd, mal hinterfotzig sich selbst sowie Bekannte und Verwandte und natürlich auch das Publikum – vor allem die hübschen Mädchen in der ersten Reihe.

    „As Leb’n is eh scho schwer und jetzt kimmst a no du daher“ – so einfach gesagt, aber dennoch treffend, kommen auch Hefters Lieder daher. In kürzester Zeit hat der Sonnyboy das Publikum auf seiner Seite. Unaufdringlich und grad raus sind seine Texte, eingängig seine Melodien und bayerisch frech seine Coverversionen. Die Leichtigkeit bei seinem Auftritt bringt er wohl von der Tanzmusik mit, die mit der Oktoberfestband „Isarriders“ sein zweites Standbein ist. Roland Hefter lässt sich stilistisch irgendwo zwischen Fredl Fesl und Martina Schwarzmann einreihen. Da singt er von so banalen Dingen wie den Single-Socken, die als Paar in die Waschmaschine geschmissen, irgendwann und irgendwo allein ihr Dasein fristen. Mit seiner Gitarre in der Hand singt der „Isarrider“ über Zwischenmenschliches und Peinliches wie etwa über die Sauna-Erlebnisse in der Erdinger Therme oder ganz einfach nur über seine alltäglichen Beobachtungen: „Die Unterhosen der Frauen lassen sich heute höchstens noch als Zahnseide verwenden“.

    Es ist seine eigene, stilistische Note, die sein Repertoire charakterisiert. Hefter schaut dem Volk aufs Maul und kann dabei sogar noch über sich selbst lachen. Er macht gern Urlaub auf der Wies’n, wie er zugibt. Die Zeit mit Freunden und einer Maß Bier wisse er sehr zu schätzen. Dass er diese Liebe in den Song „Urlaub auf der Wies’n“ verpackte, lag also nahe. Thematisch behandelt Hefter auch die „Zeitung von meim Steckerlfisch“ und den Schönheitswahn bei den Modell-Casting-Shows. Fernsehkoch wollte er so gerne werden. „Da kannt ma de Frauen als Trüffelschwein kneten“. Beim Auftritt im Karlskroner Sportheim gelang Roland Hefter eine echte Punktlandung. Beim restlos begeisterten Publikum blieb kaum ein Auge trocken. (mr)

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