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Entsorgung: Bester Brennstoff

Entsorgung

Bester Brennstoff

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    Der Heizwert von Sperrmüll steigt weiter an. Auch aus diesem Grund sinken die Entsorgungsgebühren in der Verbrennungsanlage in Mailing.
    Der Heizwert von Sperrmüll steigt weiter an. Auch aus diesem Grund sinken die Entsorgungsgebühren in der Verbrennungsanlage in Mailing. Foto: Archiv

    Ingolstadt/Neuburg Beinahe schon traditionell wird der Zweckverband der Müllverwertungsanlage Ingolstadt erneut eine Gebührensenkung vornehmen. Betraf sie in den vorvergangenen Jahren die Sparte der Hausmüllentsorgung, greift sie jetzt im Bereich der Sperrmüllbeseitigung. Ob der Verbraucher davon profitieren wird, ist aber offen.

    Der Preis pro Tonne sinkt von 140 auf 95 Euro

    Wenn die Verbandsversammlung morgen zur Haushaltssitzung zusammentritt, wird Geschäftsführer Gerhard Meier eine satte Gebührensenkung von derzeit 140 auf 95 Euro pro Tonne vorschlagen und damit bei den Verbandsräten sicher auf Zustimmung stoßen. Es gibt mehrere Gründe für diese Senkung. Die Anlage zur Sperrmüllaufbereitung wurde optimiert und technisch geändert. Das spart Unterhaltungs- und Betriebskosten ein. Außerdem steigt der Heizwert des Sperrmülls deutlich an – ein landes- und bundesweites Phänomen. Weil beispielsweise mehr Holzanteile und Kunststoffe enthalten sind, stecken bis zu 150000 Kilojoule (kJ) Brennwert in Wohnungseinrichtungen, Bodenbelägen oder Gebäudeteilen, die zum Sperrmüll gehören. Eine höhere Energieausbeute wiederum macht sich positiv im Müllheizkraftwerk in Mailing bemerkbar, weil dort neben Fernwärme auch Strom produziert wird.

    Allerdings: Bis zu 6000 Jahrestonnen Sperrmüll aus dem Verbandsgebiet – schätzt Meier – landen gar nicht erst in der Anlage in Mailing. Diese Mengen werden von privaten Anbietern abgeholt, deren weitere Entsorgungswege stark unterschiedlich und meist auch gar nicht bekannt sind. Inzwischen wird Sperrmüll auch gegen gutes Geld als Brennstoff an andere Müllverbrennungsanlagen verkauft.

    Die positive finanzielle Entwicklung auf diesem Sektor der Abfallentsorgung in der Region muss übrigens nicht zwangsläufig im Geldbeutel der Bürger ankommen. Die kreisfreien Städte und Landkreise entscheiden – analog zu den Gebührensenkungen beim Hausmüll in der jüngeren Vergangenheit – in eigener Selbstständigkeit, ob sie die Gebührensenkung an die Bürger weitergeben.

    Eine grundlegende Neustrukturierung der Müllentsorgung in der Region soll es übrigens nicht geben. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung zur Einführung einer Wertstofftonne, die alle Müllsorten aufnehmen könnte. Grund für das Gutachten ist die Neuordnung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, das alle Erfassungssysteme auf den Prüfstand stellt.

    Eine Wertstofftonne wird nicht empfohlen

    Im Auftrag des Müllzweckverbandes kommt das Bifa Umweltinstitut Augsburg zu dem Ergebnis, dass die Städte und Landkreise mit bewährten Systemen arbeiten und diese auch beibehalten sollen. In diese Studie einbezogen ist übrigens auch die unlängst vom Kreistag beschlossene Einführung der Gelben Tonne im Kreis Neuburg-Schrobenhausen.

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