Für das neue Sitzungszimmer in Bergheim wird ein Gutachten notwendig Von Claudia Stegmann

Bergheim „Das ist doch reine Geldmacherei.“ Adolf Gloßner kann die bürokratischen Vorschriften nicht nachvollziehen. 2500 Euro muss die Gemeinde Bergheim dafür bezahlen, damit der ehemalige Kindergartenraum in einen Sitzungsraum umgewandelt werden darf. Denn ein Architekt muss damit beauftragt werden, dass eine Nutzungsänderung durchgeführt wird, mit der auch ein Brandschutzgutachten einhergeht.
Für den Gemeinderat ist das reiner Humbug. „Als noch Kinder drin gespielt haben, war alles in Ordnung. Und jetzt, wo wir Gemeinderäte drin sitzen, soll der Brandschutz geprüft werden“, mokierte er sich. Auch wenn sich der Sinn einer solchen Vorschrift den Gemeinderäten nicht erschloss, blieb ihnen am Ende nichts anderes übrig, als der Planung zuzustimmen. „Aber wundern darf man sich schon“, pflichtete Gemeinderätin Claudia Heinzmann ihrem Kollegen zu.
Im Laufe des Jahres wollen die Gemeinderäte ihren provisorischen Sitzungstisch im Flur des Gemeindezentrums in eines der früheren Kindergartenzimmer verlegen. Abgesehen von einer Zwischenwand, die herausgerissen werden soll, damit auch Zuschauer im künftigen Sitzungszimmer ausreichend Platz finden, sollen nur ein paar Schönheitsreparaturen stattfinden. Ob sich die Gemeinde einen neuen Bodenbelag leisten will, ist noch nicht ausdiskutiert. Der alte Linoleumboden im Charme der 70er Jahre sei zwar keine Augenweide, aber pflegeleicht und vor allem noch gut in Schuss, lautet die erste Meinung. Bürgermeister Michael Hartmann will sich trotzdem demnächst mit einem Bodenleger treffen und die Kosten für einen neuen Belag eruieren.
Darüber hinaus bekommt auch der Flur ein Facelifting. Hier werden die Wände und die Heizkörper gestrichen, was gut 2000 Euro kosten wird.
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