Natürlich bekamen die Politiker ihr Fett weg, bis auf Donna Angela. „Die bleibt uns, die ist total entspannt, weil der keiner das Wasser reichen kann“, so seine nüchterne Feststellung. Scheindiskussionen im Bundestag, Wahlen, die keine waren, weil jeder weiß, was dabei rauskommt, der Plagiator, der alles selbst angezettelt hat, damit er die Bundeswehr los wird, Wulff, der alles samt Zapfenstreich mit Vuvuzela mitgenommen hat und jetzt seine Memoiren schreibt und, und, und.
Wie war das eigentlich mit dem Ouzo beim Griechen? Der war nicht umsonst, denn jetzt bekommen wir die Rechnung! „Was nix kost, taugt nix“, war sein Kommentar zum kostenlos verteilten Koran der Salafisten und zum Schlecker stellte er fest: „Da rannten alle hin, weil´s beim Räumungsverkauf billiger war. Wo waren die vorher?“
Wenn Gastwirtschaften sterben, müssen sie unbedingt durch Nagelstudios, Handyläden und Matratzenstudios ersetzt werden? Fatzebock (Facebook) ist toll, da hat man viele Freunde aus aller Welt. Aber sind das auch wirklich Freunde? „Hirn einschalten, bevor man was reinschreibt!“ Mit dabei waren wieder seine Kumpel Frank, der Baustellenkenner ohne Führerschein mit seiner Uschi, und Holger, der auf den Dalai Lama hört und dessen Freundin Eileen, die er mit einem Heringsdöschen und einem Glas Sekt angebaggert hat.
Die Eileen arbeitet als Kassier im Supermarkt und kann als gelernte Heilpraktikerin auf einen Blick in den Einkaufskorb einen Befund erstellen. Apropos Supermarkt: Einkaufen mit Zettel wäre schnell erledigt, wenn man wüsste, wo was steht. Ein Mann fragt nicht, er weiß es, auch wenn er lange suchen muss. Oder er hat ein Handy am Ohr, ein Fern-Navi, über das ihm die Frau sagt, wo was steht. Oder beide kaufen ein und diskutieren ewig lange, ob man dieses oder jenes nimmt.
Ein Navi ist praktisch, denn wenn man seine Frau in der Raststätte vergisst, hat man trotzdem Unterhaltung im Auto. Und da war noch der Running-Gag mit dem Klaus mit C aus Hannover, der mit seiner Dörte, einer Vegetarierin, und Sohn Elias-Manuel ein Haus baut, weil er Bürgermeister werden will. Als Ordnungsamtsleiter lässt Strafzettel wegen zu schnellen Fahrens ausstellen, womit er sich erst einmal keine Freunde schafft. Man kommt sich trotzdem näher und „dat Uschi darf sogar auf die Katze aufpassen, als Claus und Co zum Wellnessurlaub fahren. Geht natürlich schief, denn die Katze wird überfahren. Eine wunderbar erzählte Geschichte mit tragisch-komischem Ende.
Michl Müller ist ein hervorragender Erzähler, der sein Publikum zu Lachstürmen hinreißen und zum Mitsingen animieren kann. Ob „Wir lassen alle Hüllen fallen und machen FKK“, dem Lied über den Bulldog mit dem grünen Fass, aus dem ein besonderer Duft strömt, dem Vollwärmeschutz der Liebe, der Fleischereifachverkäuferin und der Hymne über das einzige fränkische vegetarische Gericht, den Kloß mit Soß und zum Abschluss „Am weißen Sonntag ist der Birnbaum erfor’n.“: Alle sangen begeistert mit und feierten Michl Müller mit frenetischem Applaus.