Startseite
Icon Pfeil nach unten
Neuburg
Icon Pfeil nach unten
Ingolstadt
Icon Pfeil nach unten

Römer: Der Kampf der Gladiatoren

Römer

Der Kampf der Gladiatoren

  • |
  • |
  • |
    Studenten aus Augsburg waren die Akteure bei den Wettkämpfen der Gladiatoren am Stadtmuseum.
    Studenten aus Augsburg waren die Akteure bei den Wettkämpfen der Gladiatoren am Stadtmuseum.

    Ingolstadt Matthias Bofinger studiert an der Universität Augsburg alte Geschichte. Doch der 26-Jährige beschränkt sich nicht auf die Theorie. Als Mitglied bei den „Freunden der alten Gefichte“ tritt er regelmäßig als römischer Gladiator auf. So wie am Montag und Dienstag beim Museumsfest des Ingolstädter Stadtmuseums.

    Die Rüstungen waren original, aber die Schwerter aus Holz

    Bofinger und seine Mitstreiter legen dann originalgetreue Rüstungen an und gehen, bewaffnet mit hölzernem Schwert und Schutzschild, in Position für das „große Spektakulum.“ Insgesamt vier Mal holten die Augsburger die Zeit der Gladiatorenkämpfe zurück in die Gegenwart.

    Eine Choreografie gibt es bei den Kämpfen nicht

    Wie damals war auch beim Museumsfest alles auf die Unterhaltung der Zuschauer ausgelegt. Nur, dass diese gerade einmal die sechste Klasse besuchen. „Wir folgen bei unseren Kämpfen keiner Choreografie,“ erklärt Bofinger. „Die Kämpfe sind echt.“ Im Gegensatz zu damals fließt natürlich kein Blut, obwohl den Kindern am Ende des Kampfes die Entscheidung obliegt, ob der Verlierer weiterleben oder „sterben“ soll.

    Mit dem Verein, der aus einem Projekt eines Uni-Dozenten entstand, kommen Bofinger und seine Mitstreiter viel herum, treten in ganz Deutschland auf. Für das Museumsfest, das ganz im Zeichen von „Brot und Spiele“ stand, brachten die Augsburger nicht nur die Gladiatorenkämpfe mit. „Wir zeigen auch andere Bereiche des römischen Lebens, wie Transport und Handel oder die Ausrüstung der Legionäre.“

    Über 800 Kinder aus 31 Schulklassen und Kindergärten erfuhren bei der dritten Auflage des Museumsfestes alles rund um die Römer. 21 Stationen griffen diverse Themenbereiche auf. Die Kinder durften an Kreativ- und Aktivständen selbst basteln, töpfern und verkleiden.

    Mit diversen Zelten und der entsprechenden Lager-Atmosphäre entstand auf dem Gelände vor dem Stadtmuseum schnell das passende Gefühl: „Guck mal, ich sehe aus wie ein echter Legionär,“ sagt der, mit Speer und Schutzschild ausgerüstete, zehnjährige Michael stolz. Der „etwas andere Schultag“ gefällt ihm sichtlich.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden